Chill Brain-Music-Schnittstelle: Echtzeit-Musikempfehlungen basierend auf Gehirnaktivität
Tokio – Forscher der Keio-Universität haben ein neuartiges System entwickelt, das musikalische Schüttelfrost („chills“) – intensive Gänsehaut- oder Schauer-Gefühle beim Hören – zuverlässiger auslöst. Das „Chill Brain-Music Interface“ (C-BMI) nutzt kompakte In-Ear-EEG-Sensoren, um die Gehirnreaktion auf Musik in Echtzeit zu messen und Playlists dynamisch anzupassen. Die Studie erschien am 16. Januar 2026 in iScience. Musikalische Schüttelfrost aktivieren das Belohnungssystem im Gehirn ähnlich wie lebenswichtige Reize. Sie reduzieren Stress und wirken positiv auf das psychische Wohlbefinden, lassen sich jedoch nur schwer gezielt hervorrufen. Aktuelle Streaming-Algorithmen basieren auf historischen Daten, Genrepräferenzen oder akustischen Merkmalen und erkennen nicht, ob der Hörer im Moment tatsächlich emotional berührt wird. Das C-BMI-System verwendet In-Ear-EEG-Sensoren in Kopfhörern, um neuronale Lustmarker direkt aus dem Gehirn abzulesen. In der Studie hörten Teilnehmer selbstgewählte (hohe Lust) und fremdgewählte (niedrige Lust) Songs, während ihre Gehirnaktivität aufgezeichnet wurde. Daraus entstanden personalisierte Modelle:…

