Studie legt nahe, dass Mutationen, die die Evolution vorantreiben, nicht zufällig, sondern durch das Genom beeinflusst werden
Eine bahnbrechende Studie von Wissenschaftlern aus Israel und Ghana, die in der aktuellen Ausgabe von PNAS veröffentlicht wurde, zeigt, dass eine evolutionär bedeutsame Mutation im menschlichen APOL1 -Gen nicht zufällig, sondern häufiger dort auftritt, wo sie zur Vorbeugung von Krankheiten benötigt wird. Dies stellt die Vorstellung, dass die Evolution durch zufällige Mutationen vorangetrieben wird, grundlegend in Frage und verknüpft die Ergebnisse mit einer neuen Theorie, die erstmals ein neues Konzept für die Entstehung von Mutationen liefert. Die Auswirkungen auf Biologie, Medizin, Informatik und vielleicht sogar auf unser Verständnis der Entstehung des Lebens selbst sind potenziell weitreichend. Eine zufällige Mutation ist eine genetische Veränderung, deren Wahrscheinlichkeit unabhängig von ihrem Nutzen ist. Erst wenn diese vermeintlichen Zufälle auftreten, prüft die natürliche Selektion sie und trennt die Nützlichen von den Schädlichen. Über ein Jahrhundert lang glaubten Wissenschaftler, dass sich eine Reihe solcher Zufälle im Laufe der Zeit…

