Merz – der Zerstörer
In der langen Geschichte der Bundesrepublik Deutschland hat der Sozialstaat immer wieder Bewährungsproben bestanden. Er war kein Luxus, kein Anhängsel einer prosperierenden Marktwirtschaft, sondern deren tragende Säule. Von der Gründung der Republik 1949 bis in die jüngste Vergangenheit verkörperte er das Versprechen, dass wirtschaftliche Freiheit und soziale Sicherheit keine Gegensätze sind, sondern einander bedingen. Das Grundgesetz verankerte das Sozialstaatsprinzip in Artikel 20 und 28 als unveränderbare Staatszielbestimmung. Die Soziale Marktwirtschaft Ludwig Erhards wurde zum Markenzeichen einer Gesellschaft, die Armut nicht als Schicksal, sondern als zu bekämpfendes Übel betrachtete. Nun, im Jahr 2026, steht dieses Erbe unter frontalem Beschuss. Bundeskanzler Friedrich Merz und seine schwarz-rote Koalition haben mit der angekündigten Rentenreform und der bereits im April vom Kabinett beschlossenen Gesundheitsreform einen Paradigmenwechsel eingeleitet, der die Grundfesten des deutschen Sozialmodells erschüttert. Was als „notwendige Modernisierung“ verkauft wird, erweist sich bei genauer Betrachtung…
