Neuronaler Kompasses im menschlichen Gehirn entdeckt
Forscher der University of Pennsylvania haben in einer bahnbrechenden Studie zwei Gehirnregionen identifiziert, die als neuronaler Kompass fungieren und Menschen dabei helfen, ihren Orientierungssinn in komplexen Umgebungen zu bewahren. Die Ergebnisse, veröffentlicht in der Fachzeitschrift JNeurosci (DOI: 10.1523/JNEUROSCI.1765-24.2025), könnten weitreichende Implikationen für die Diagnose und Überwachung neurodegenerativer Erkrankungen sowie für die Unterstützung von Menschen mit Sehbehinderungen haben. Unter der Leitung von Zhengang Lu und Russell Epstein nutzte das Forschungsteam Neuroimaging-Techniken und virtuelle Realität (VR), um die Navigationsfähigkeiten von 15 Studienteilnehmern in einer simulierten Stadtumgebung zu untersuchen. Die Teilnehmer absolvierten eine Taxifahraufgabe, bei der sie Passagiere in einer virtuellen Stadt aufnahmen und zu Zielorten brachten. Währenddessen wurden ihre Gehirnaktivitäten mittels funktioneller Bildgebung aufgezeichnet. Die Analyse ergab, dass zwei spezifische Hirnregionen die vorwärtsgerichtete Bewegungsrichtung der Teilnehmer konsistent repräsentierten – unabhängig von der visuellen Gestaltung der virtuellen Stadt, der Phase der Aufgabe oder…


