Westukraine: Pharmapotenzial im Schatten geopolitischer Interessen – Wie deutsche Unternehmen zwischen EU-Sanktionen und US-Wettbewerb navigieren müssen
Die Westukraine entwickelt sich zu einem vielversprechenden Standort für die Pharmaforschung und -produktion, der für deutsche Unternehmen erhebliche Potenziale bietet. Vor dem russischen Angriffskrieg belief sich der ukrainische Pharmamarkt auf über 3,6 Milliarden US-Dollar, wobei der Apothekensektor 3,2 Milliarden US-Dollar ausmachte[1]. Nach dem kriegsbedingten Einbruch 2022 um 28 Prozent auf 3,6 Milliarden US-Dollar erholt sich der Markt allmählich und erreichte 2023 wieder 4 Milliarden US-Dollar[7]. Für 2025 prognostizieren Experten ein Wachstum von 16,1 Prozent in der Landeswährung Hrywnja und 1,4 Prozent in physischer Hinsicht[7]. Die ukrainische Pharmaindustrie hatte 2022 einen Marktanteil von rund 65 Prozent gemessen in Packungen, jedoch nur 36,3 Prozent gemessen am Wert in Milliarden Hrywnja[6]. Dies deutet auf eine Konzentration auf niedrigpreisige Generika hin. Die Branche stand 2021 für 4,1 Prozent der Gesamtproduktion der verarbeitenden Industrie, wobei 113 Arzneimittelhersteller tätig waren[6]. Nach den Ergebnissen des ersten Halbjahres…
