Interview mit Dr. Michael Seewald, Medizinischer Direktor bei AstraZeneca
Unter den Volkskrankheiten führt sie ein Schattendasein: Die chronische Nierenkrankheit (CKD), oft auch als Niereninsuffizienz bezeichnet. Geschätzte 9 Millionen Menschen leiden in Deutschland daran – wahrscheinlich sind es mehr. Die Behandlungsmöglichkeiten sind hervorragend, aber da kaum getestet wird, kommen die bei den Menschen nicht an. Lesen Sie das Interview mit Dr. Michael Seewald, Medizinischer Direktor beim forschenden Pharmaunternehmen AstraZeneca, über verpasste Chancen. 9 Millionen CKD-Betroffene, wahrscheinlich sind es mehr. Und gleichzeitig eine unterirdische Diagnoserate… Dr. Michael Seewald: Ja, das ist eine dramatisch hohe Zahl, die auch ansteigt: Im Jahr 2027 könnten es bereits 11 Millionen sein. De facto sind nur circa 10 Prozent der betroffenen CKD-Patient:innen diagnostiziert. Woran liegt das? Was sind die Hürden? Seewald: CKD-Patient:innen haben erstmal kaum Symptome. Das ist eine dieser Erkrankungen, die zunächst sehr still und unauffällig ist – es gibt wenig, was einen alarmieren könnte.…

