Nach einem folgenschweren Quellcode-Leck des US-Unternehmens Anthropic zeichnet sich ab, dass dessen Entwickler-Tool Claude Code deutlich tiefere Systemzugriffe und Datenerfassungsroutinen enthält, als bislang bekannt. Der vollständige Quelltext, der Ende März versehentlich auf der Entwicklerplattform npm veröffentlicht wurde, zeigt laut unabhängigen Analysen umfangreiche Telemetrie- und Fernwartungsfunktionen. Laut Sicherheitsexperten wurden über 500.000 Zeilen TypeScript-Code ungeschützt zugänglich, nachdem Anthropic versehentlich eine interne „source map“-Datei in die Version 2.1.88 integrierte. Das Unternehmen bestätigte den Fehler und sprach von einem „menschlichen Versagen“, betonte aber, es habe keinen externen Angriff und keinen Abfluss personenbezogener Kundendaten gegeben. Fachleute, die den veröffentlichten Code untersucht haben, berichten jedoch von einem tiefgehenden Einblick in die Funktionsweise des Systems. Claude Code protokolliere lokal nahezu jede Aktion, einschließlich gelesener Dateien, ausgeführter Shell-Kommandos und vorgenommener Codeänderungen. Darüber hinaus enthalte die Anwendung Routinen zur stündlichen Kommunikation mit Anthropic-Servern und ermögliche es dem Anbieter, Konfigurationen…