Die Holmium-Laser-Enukleation der Prostata (HoLEP) hat bei gutartiger Prostatavergrößerung eine neutrale bis leicht positive Wirkung auf die erektile Funktion. Eine vorübergehende Beeinträchtigung in den ersten Wochen normalisiert sich meist innerhalb von drei bis sechs Monaten. Retrograde Ejakulation tritt bei 74 bis 78 Prozent der Patienten auf, wird aber von den meisten gut toleriert. Dies ist das Ergebnis eines systematischen Reviews, das in UroPrecision erschien.
Review analysiert sexuelle Funktionen nach HoLEP
Forscher werteten Studien von 2000 bis 2025 aus. HoLEP erwies sich als effektives, größenunabhängiges Verfahren zur Entfernung obstruktiven Prostatagewebes. Im Vergleich zu anderen Methoden wie der transurethralen Resektion (TURP) waren die Ergebnisse bei der erektilen Funktion ähnlich. Die retrograde Ejakulation war ebenfalls vergleichbar.
Hintergrund
Benigne Prostatahyperplasie (BPH) betrifft bis zu 80 Prozent der Männer bis zum 80. Lebensjahr und kann sowohl Harnbeschwerden als auch sexuelle Funktionen beeinträchtigen. HoLEP gilt als sichere und dauerhafte Therapie. Modifikationen wie die Schonung bestimmter Gewebestrukturen werden erprobt, um die anterograde Ejakulation zu erhalten, bisher ohne standardisierten Ansatz.
Bedeutung für die Patientenberatung
Die meisten Patienten akzeptieren die retrograde Ejakulation, wenn die Harnsymptome deutlich gebessert sind. Über 70 Prozent in einer Studie bewerteten den Gewinn an Lebensqualität höher als den Verlust der antegraden Ejakulation. Die erektile Funktion bleibt weitgehend erhalten.
Nächste Schritte
Weitere Studien sollen modifizierte Techniken zur Ejakulationserhaltung evaluieren. Der Review unterstreicht das günstige Sicherheitsprofil von HoLEP hinsichtlich der erektilen Funktion.
FAQ
Worum geht es in dem Review?
Zusammenfassung der Auswirkungen der HoLEP auf erektile und ejakulatorische Funktionen bei benigner Prostatavergrößerung.
Warum ist die Übersicht relevant?
Sie liefert Ärzten und Patienten fundierte Informationen zu sexuellen Folgen eines häufigen Eingriffs.
Welche Auswirkungen auf die Ejakulation?
Retrograde Ejakulation bei 74–78 Prozent der Patienten, meist gut toleriert.
Welche Auswirkungen auf die Erektion?
Neutral bis leicht positiv; vorübergehende Einschränkungen bilden sich meist zurück.
Wer hat die Arbeit durchgeführt?
Ein internationales Forscherteam; publiziert in UroPrecision.
