Brisbane (LabNews Media LLC) – Bei Menschen mit Myalgischer Enzephalomyelitis/Chronischem Fatigue-Syndrom (ME/CFS) ist die Fähigkeit des Gehirns, schädliche Abfallstoffe zu entfernen, beeinträchtigt. Das haben Forschende der Griffith University in Australien erstmals mithilfe der Magnetresonanztomografie (MRT) nachgewiesen.
Die sogenannte glymphatische Funktion dient der Reinigung des Gehirns von toxischen Substanzen. Bei ME/CFS-Patienten ist diese Reinigung gestört, was zu einer Anreicherung von Abfallstoffen, neuroinflammatorischen Prozessen und Symptomen wie Brain Fog führen kann. Die Studie zeigt zudem einen Zusammenhang mit Schlafstörungen und kognitiven Beeinträchtigungen.
„Diese Studie ist die erste, die eine gestörte glymphatische Funktion bei ME/CFS mithilfe der MRT nachweist und damit eine mechanistische Erklärung für die von anderen Teams berichteten entzündlichen Veränderungen liefert“, erklärte Dr. Kiran Thapaliya, Erstautor der Studie. Schlechter Schlaf sei mit einer unzureichenden Abfallbeseitigung verbunden.
Die Forschenden sehen in den Ergebnissen Potenzial für nicht-invasive Diagnoseverfahren und neue Behandlungsansätze, die auf die Verbesserung der glymphatischen Funktion abzielen. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Frontiers in Neuroscience veröffentlicht.

