Vista (Kalifornien) – Leica Biosystems hat mehrere 510(k)-Freigaben der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA für sein klinisches digitales Pathologie-Portfolio erhalten. Dazu zählt unter anderem die branchenweit erste eigenständige KI-gestützte Qualitätskontroll-Software. Die Neuerungen sollen Laboren helfen, hochwertige digitale Schnittbilder konsistenter und effizienter bereitzustellen.
Im Mittelpunkt steht die Software Aperio iQC DX. Sie erkennt automatisch sechs häufige Artefakte – darunter Luftblasen, Stiftmarkierungen, abgeschnittenes oder fehlendes Gewebe, unscharfe Bereiche und Bildstreifen – bereits während die Objektträger noch im Scanner liegen. Eine Real-World-Datenstudie zeigte, dass die KI-Modelle bis zu 24 Prozent mehr Artefakte erfassten als histotechnisches Personal und den manuellen Prüfaufwand um 69 Prozent reduzierten.
Ergänzend erweitert Leica Biosystems sein Scanner-Portfolio: Der neue Aperio GT 180 DX richtet sich an Labore mit mittlerem Volumen und bietet bei 180 Objektträgern dieselbe Scan-Geschwindigkeit und denselben Funktionsumfang wie der bereits etablierte Hochdurchsatz-Scanner Aperio GT 450 DX (450 Objektträger). Für den GT 450 DX wurden zudem manuelle Scan-Funktionen, erweiterte DICOM-Fähigkeiten und Z-Stacking freigegeben.
Naveen Chandra, Vice President und General Manager Digital Pathology bei Leica Biosystems, erklärte, jede Verbesserung im Pathologie-Workflow sei wichtig, weil Patientinnen, Patienten und Kliniker auf Antworten warteten. Die neuen Freigaben ermöglichten es Laboren, digitale Pathologie skalierbar und mit höherer Verlässlichkeit einzusetzen.
Leica Biosystems, ein Unternehmen der Danaher-Gruppe, unterstützt nach eigenen Angaben weltweit wöchentlich fast zwei Millionen Krebstests und deckt den gesamten Workflow von der Biopsie bis zur Diagnose ab.
