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Oxytocin steigert Vertrauen gezielt bei misstrauischen Männern

Zürich – Das Hormon Oxytocin erhöht das Vertrauen selektiv bei Männern mit geringer Vertrauensneigung. Das zeigt eine Studie der Universität Zürich und internationaler Partner, die in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlicht wurde (DOI: 10.1073/pnas.2602655123).

Die Forschenden um den Wirtschaftswissenschaftler Ernst Fehr rekrutierten 359 Männer mit niedriger Vertrauensdisposition. Diese erhielten randomisiert entweder Oxytocin oder ein Placebo nasal. Anschließend spielten sie ein anonymes Vertrauensspiel: Als Investoren konnten sie 0, 4, 8 oder 12 Euro an einen Treuhänder übergeben; der Betrag wurde verdreifacht, und der Treuhänder konnte einen beliebigen Anteil zurückgeben.

Männer mit geringer Vertrauensneigung, die Oxytocin erhielten, vertrauten im Durchschnitt rund 15 Prozent mehr Geld an als die Placebo-Gruppe. Eine gepoolte Analyse mit einer früheren Studie (insgesamt 578 Männer) ergab einen Anstieg von fast 17 Prozent. Der Effekt blieb auch nach Kontrolle von Persönlichkeitsmerkmalen bestehen und war unabhängig davon, wie niedrig das Ausgangsvertrauen innerhalb der Gruppe lag.

Fehr erklärte, nach mehr als 20 Jahren sei damit robust nachgewiesen, dass Oxytocin selektiv wirke und nicht bei allen Menschen das Vertrauen generell steigere. Mögliche Mechanismen seien eine verstärkte Erwartung von Kooperation oder eine verminderte Angst, betrogen zu werden. Untersuchungen zu den biologischen Grundlagen und zur Wirkung bei Frauen stehen noch aus.

LabNews Media LLC

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The Editors in Chief of labnews.ai are Marita Vollborn and Vlad Georgescu. They are bestselling authors, science writers and science journalists since 1994.More details about their writing on X-Press Journalistenbüro (https://xpress-journalisten.com).More Info on Wikipedia:About Marita: https://de.wikipedia.org/wiki/Marita_Vollborn About Vlad: https://de.wikipedia.org/wiki/Vlad_Georgescu