FSME: Zecken in Deutschland jetzt ganzjährig aktiv
Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Verbreitung von durch Zecken übertragenen Krankheiten wie FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) und Borreliose in Deutschland werden immer deutlicher. Aktuelle Daten zeigen, dass die durchschnittlichen Temperaturen in Deutschland weiter ansteigen. So lag die Jahresmitteltemperatur 2024 laut Deutschem Wetterdienst bei 10,5°C und damit 2,3°C über dem Referenzwert der Jahre 1961-1990[1]. Dieser Trend setzt sich 2025 fort, mit milden Wintern und längeren Wärmeperioden. Die steigenden Temperaturen haben direkte Auswirkungen auf die Aktivität und Verbreitung von Zecken, insbesondere der Art Ixodes ricinus, dem Hauptüberträger von FSME und Borreliose. Experten beobachten, dass Zecken inzwischen ganzjährig aktiv sind und keine Winterpause mehr einlegen[2]. Dies führt zu einer verlängerten Übertragungssaison für zeckenübertragene Krankheiten. Besonders besorgniserregend ist die Ausbreitung von FSME-Risikogebieten nach Norden. Während FSME früher hauptsächlich in Süddeutschland vorkam, werden nun vermehrt Fälle in nördlicheren Bundesländern registriert. So wurde 2024 der Stadtkreis Frankfurt…

