Akute Gesundheitsgefahr: Radon verstrahlt Deutschland
Radon stellt eine unterschätzte Gesundheitsgefahr in Deutschland dar. Das radioaktive Edelgas entsteht beim Zerfall von Uran im Boden und kann sich in Gebäuden anreichern, wo es zur zweithäufigsten Ursache für Lungenkrebs nach dem Rauchen wird[1][2]. Verbreitung und Belastung Die durchschnittliche Radon-Konzentration in deutschen Wohnungen liegt bei etwa 65 Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m³)[5]. Allerdings gibt es starke regionale Unterschiede: In Gebirgsregionen wie dem Schwarzwald, dem Erzgebirge und dem Bayerischen Wald werden deutlich höhere Werte gemessen. Dort können die Konzentrationen in Kellern und Wohnräumen 1.000-10.000 Bq/m³ oder mehr erreichen[3]. Schätzungen des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) zufolge sind etwa 10,5 Millionen Menschen in Deutschland in ihren Wohnungen Radon-Konzentrationen von über 100 Bq/m³ ausgesetzt. Bei knapp 2 Millionen Menschen übersteigen die Werte sogar 300 Bq/m³[5]. Gesundheitliche Auswirkungen Das Risiko einer Lungenkrebserkrankung steigt linear mit der Radon-Konzentration und der Expositionsdauer an. Pro 100 Bq/m³ erhöht…



