Neue Methode erkennt seltene Krebsmutationen ultrasensitiv
Forscher der Korea University College of Medicine haben eine hochpräzise Methode entwickelt, um niederfrequente Krebsmutationen in zirkulierender TumordNA nachzuweisen. Die als MUTE-Seq bezeichnete Technik nutzt ein modifiziertes CRISPR-Enzym und verbessert die Sensitivität von Liquid-Biopsien erheblich. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Advanced Materials veröffentlicht und als Titelbild der Ausgabe gewürdigt. Liquid-Biopsien gelten als vielversprechendes Werkzeug zur Früherkennung von Krebs und zur Therapieüberwachung, stoßen jedoch an Grenzen, wenn tumorbürtige DNA nur in extrem geringen Mengen im Blut vorliegt. Das Team um Professor Junseok W. Hur entwickelte MUTE-Seq, um dieses Problem zu lösen. Kern der Methode ist das engineeringte CRISPR-Enzym FnCas9-AF2, das Einzelbasen-Unterschiede mit hoher Präzision erkennt und nahezu keine Off-Target-Aktivität zeigt. Das Enzym schneidet selektiv wildtypische DNA, wodurch mutierte Sequenzen vor der Sequenzierung angereichert werden. Dies reduziert Hintergrundrauschen und ermöglicht den Nachweis von Mutationen bei Varianten-Allel-Frequenzen ab etwa 0,005 Prozent –…




