Neuer Biomarker für rheumatoide Arthritis: Kyoto-Studie entdeckt Schlüsselrolle von IGFL2
Forscher der Universität Kyoto haben in einer bahnbrechenden Studie, veröffentlicht am 1. August 2025 in Science Immunology, die zentrale Rolle des Zytokins IGFL2 (Insulin-like Growth Factor-like Family Member 2) bei der Regulation von Entzündungen in den Gelenken von Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) aufgedeckt. Diese Entdeckung, die auf Einzelzell-RNA-Sequenzierung von über 58.000 T-Helferzellen basiert, zeigt, dass IGFL2, ein ausschließlich bei Primaten vorkommendes Molekül, stark mit dem Schweregrad der Erkrankung korreliert und sowohl als diagnostischer Biomarker als auch als potenzielles therapeutisches Ziel dienen könnte. Rheumatoide Arthritis, eine chronische Autoimmunerkrankung, die weltweit etwa 18 Millionen Menschen betrifft, führt durch einen fehlgeleiteten Angriff des Immunsystems auf das Synovialgewebe zu Schmerzen, Schwellungen und fortschreitenden Gelenkschäden. Trotz verfügbarer Therapien, die Entzündungen lindern und die Gelenkfunktion erhalten sollen, sprechen bis zu 30 Prozent der Patienten nicht ausreichend auf Behandlungen an. Die Kyoto-Studie, geleitet von Assistenzprofessor Akinori…

