Radon-Belastung in Ostdeutschland und mögliche gesundheitliche Auswirkungen auf die männliche Bevölkerung
Radon, ein natürlich vorkommendes radioaktives Edelgas, entsteht durch den Zerfall von Uran und Radium im Boden und in Gesteinen. In Deutschland variieren die Radon-Konzentrationen regional stark, wobei Ostdeutschland, insbesondere Regionen wie das Erzgebirge, der Thüringer Wald und Teile des Bayerischen Waldes, aufgrund geologischer Besonderheiten wie uranhaltigem Gestein und hoher Bodengasdurchlässigkeit erhöhte Werte aufweist. Laut dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) liegt die durchschnittliche Radon-Konzentration in Wohnräumen in Ostdeutschland bei etwa 75 Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m³), verglichen mit 50 Bq/m³ in Westdeutschland. In bestimmten Gebieten, wie dem Erzgebirge, können Konzentrationen in Innenräumen 300 Bq/m³ überschreiten, in Einzelfällen sogar 1.000 Bq/m³ erreichen. Diese erhöhten Werte stellen ein relevantes Gesundheitsrisiko dar, insbesondere für Lungenkrebs, das nach Tabakkonsum als zweithäufigste Ursache gilt. Radon gelangt durch undichte Stellen in Fundamenten, wie Risse oder unversiegelte Rohrdurchführungen, in Gebäude und reichert sich in schlecht belüfteten Räumen, insbesondere Kellern,…
