Schweineleber-Xenotransplantation: Erste Studie enthüllt Immunreaktionen auf Zellebene
Forscher der Chengdu Clonorgan Biotechnology und des Xijing-Krankenhauses in Xi’an, China, haben erstmals Einzelzell- und räumliche Transkriptomtechniken genutzt, um die Immunreaktionen eines hirntoten menschlichen Empfängers einer Schweineleber zu analysieren. Die in Nature Medicine veröffentlichte Studie liefert neue Einblicke in die Interaktion des menschlichen Immunsystems mit xenogenem Gewebe und identifiziert potenzielle Ansatzpunkte für zukünftige Xenotransplantationen, um die Spenderorganlücke zu schließen. Über zehn Tage untersuchte das Team die Funktion der gentechnisch veränderten Schweineleber, die keine akute Abstoßung zeigte, Galle produzierte und stabile Leberenzymwerte aufwies. Einzelzell-RNA-Sequenzierung (scRNA-seq) von Blutzellen und räumliche RNA-Sequenzierung der Leber zeigten eine komplexe Immunlandschaft. Während T-Zellen im Blut zunehmend aktiv waren, dominierten in der Leber ??T-Zellen, eine seltene Untergruppe, die Antigene direkt erkennt. Ihr Anstieg, gepaart mit erschöpften T-Zellen, deutet auf eine gedämpfte adaptive Immunantwort hin, möglicherweise durch Immunsuppression und die Xenotransplantation bedingt. CD4+-Helfer-T-Zellen fehlten in der Leber, stattdessen…
