Analyse: Die AOK Studie „Ambulantisierungspotenziale im Krankenhaus“
Die jüngste Veröffentlichung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO), „Ambulantisierungs-Potenziale der Leistungsgruppen im Krankenhaus“, liefert eine detaillierte Analyse zur Verschiebung von stationären in ambulante Behandlungsformen. Das am 1. Dezember 2025 erschienene WIdO e-Paper 3 (2025), verfasst von Robert Messerle, Carina Mostert-Brenck und David Scheller-Kreinsen, basiert auf Abrechnungsdaten und soll die Effizienz des deutschen Gesundheitssystems steigern. Doch trotz der ambitionierten Zielsetzung wirft die Studie Fragen auf, die ihre Aussagekraft und Umsetzbarkeit infrage stellen. Die Grundthese der Studie ist klar: Ambulantisierung – die Umstellung von Krankenhausaufenthalten auf ambulante Versorgung – könnte Ressourcen entlasten und die Versorgungsqualität verbessern. Dies wird vor dem Hintergrund steigender Gesundheitskosten und stagnierender Innovationen diskutiert, wie kürzlich auf dem Nationalen Digital Health Symposium betont wurde. Die Autoren analysieren Leistungsgruppen, identifizieren ambulantisierbare Eingriffe und untersuchen Überschneidungen mit anderen Ansätzen. Methodisch stützen sie sich auf umfangreiche Abrechnungsdaten, die eine empirische Basis…
