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Vollautomatisiertes Labor: Roboter und KI übernehmen die Forschung an der TU Berlin

An der Technischen Universität Berlin arbeiten Roboter, Analysegeräte und Künstliche Intelligenz bereits wie ein eingespieltes Team – weitgehend ohne menschliche Hilfe. Im sogenannten KIWI Biolab plant, führt und bewertet ein vollautomatisiertes System Experimente mit Mikroorganismen selbstständig. Das Know-how soll künftig auch im neuen Forschungszentrum „Der Simulierte Mensch“ (Si-M) von TU Berlin und Charité zum Einsatz kommen. „Mich hat schon immer interessiert, wie man neue biologische Prozesse möglichst schnell vom Labor in die Praxis bringen kann“, sagte Prof. Dr. Peter Neubauer, Leiter des Fachgebiets Bioverfahrenstechnik an der TU Berlin und Mitbegründer des KIWI Biolabs. Der Mikrobiologe und sein Team entwickeln Verfahren, mit denen Bakterien, Hefen oder Pilze in Bioreaktoren nicht nur optimal wachsen, sondern auch wertvolle Substanzen wie Proteine für die Pharmaindustrie produzieren. Der Übergang vom kleinen Labormaßstab in den industriellen Maßstab sei jedoch schwierig, weil die Organismen sehr empfindlich auf… 

KI-Wearable soll epileptische Anfälle in Echtzeit vorhersagen

Wissenschaftler der Universität Paderborn haben ein tragbares Gerät entwickelt, das epileptische Anfälle mithilfe künstlicher Intelligenz und Sensoren am Handgelenk frühzeitig vorhersagen kann. Das System soll die Lebensqualität von Menschen mit Epilepsie deutlich verbessern, indem es die Unvorhersehbarkeit der Anfälle verringert. Weltweit leiden mehr als 50 Millionen Menschen an Epilepsie. Die Anfälle gehen häufig mit Bewusstlosigkeit und Verletzungen einher und können in seltenen Fällen sogar tödlich enden. Besonders belastend sei die Unsicherheit, wann der nächste Anfall eintrete, erklärte Prof. Dr. Dr. Claus Reinsberger, Neurologe und Leiter des Sportmedizinischen Instituts der Universität Paderborn. „Wenn es möglich ist, Anfälle vorherzusehen, kann schneller mit Medikamenten reagiert werden, die einen Anfall verhindern oder abschwächen“, sagte er. Bisherige Ansätze zur Anfallsprognose basieren meist auf invasiver Elektroenzephalographie (EEG), bei der Elektroden ins Gehirn implantiert werden. Diese Methode sei jedoch mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden. Das Paderborner Team setzt… 

China meldet 5,0 Prozent Wachstum im ersten Quartal 2026

Die chinesische Wirtschaft ist im ersten Quartal 2026 um 5,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gewachsen. Das Nationale Statistikamt teilte am Donnerstag mit, die wichtigsten makroökonomischen Indikatoren hätten sich erholt und neue Wachstumstreiber seien rasch entstanden. Damit habe die Wirtschaft einen guten Start in das erste Jahr des 15. Fünfjahresplans (2026–2030) hingelegt. Vor dem Hintergrund einer schwachen globalen Konjunkturerholung, anhaltender geopolitischer Konflikte, zunehmendem Protektionismus und einem komplexen außenwirtschaftlichen Umfeld sei dieses Ergebnis besonders bemerkenswert, hieß es. Es zeige, dass die grundlegenden Bedingungen der chinesischen Wirtschaftsentwicklung unverändert seien, der langfristig positive Trend fortbestehe und die starke Unterstützung für eine qualitativ hochwertige Entwicklung nicht nachgelassen habe. Ein Wachstum von 5,0 Prozent liege am oberen Ende der für das Gesamtjahr angestrebten Spanne von 4,5 bis 5,0 Prozent und sei ein starkes Signal für Stabilität. Für eine bereits auf hohem Niveau angelangte Großvolkswirtschaft sei diese… 

Kein Zusatznutzen für Alzheimer-Medikament Donanemab

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat dem Alzheimer-Medikament Donanemab (Handelsname: Kisunla) keinen Zusatznutzen gegenüber der bisherigen Standardtherapie attestiert. Grundlage für den Beschluss sei die Nutzenbewertung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Die Entscheidung bildet die Basis für die Preisverhandlungen zwischen den gesetzlichen Krankenkassen und dem Hersteller. Donanemab ist nach Lecanemab (Leqembi) das zweite in der EU zugelassene Antikörper-Medikament zur Behandlung der frühen Alzheimer-Erkrankung. Es richtet sich an Patientinnen und Patienten mit nachgewiesener Amyloid-Pathologie im Stadium einer leichten kognitiven Beeinträchtigung (MCI) oder einer beginnenden Alzheimer-Demenz. Ziel der Therapie sei es nicht, die Erkrankung zu heilen, sondern ihr Fortschreiten zu verlangsamen. Die Anwendung sei jedoch an enge Voraussetzungen geknüpft, darunter der Nachweis von Amyloid-Ablagerungen und der Ausschluss bestimmter Risikofaktoren. Zudem erfordere die Behandlung regelmäßige Infusionen und engmaschige MRT-Kontrollen. Daher komme sie nur für eine klar abgegrenzte und vergleichsweise kleine Patientengruppe… 

Bluttest erkennt Nierenversagen-Risiko bei Schwarzen Amerikanern Jahre im Voraus

Ein neu entwickelter Bluttest kann bei Menschen afrikanischer Abstammung, die hochriskante Varianten des APOL1-Gens tragen, das Risiko für Nierenversagen Jahre vor dem Auftreten klinischer Symptome vorhersagen. Das geht aus einer Studie der Perelman School of Medicine an der University of Pennsylvania hervor, die am Mittwoch im Fachjournal Nature Medicine veröffentlicht wurde. Die Forscher um Katalin Susztak analysierten Blutproben von mehr als 850 Personen afrikanischer Herkunft aus der Penn Medicine BioBank. Alle Teilnehmer trugen die hochriskanten APOL1-Varianten und hatten zu Studienbeginn noch normale Nierenfunktion. Anhand eines kleinen Panels zirkulierender Proteine entwickelten die Wissenschaftler einen Risiko-Score, der das Auftreten von Nierenversagen, einer deutlichen Verschlechterung der Nierenfunktion oder Tod innerhalb der nächsten zehn Jahre vorhersagen kann. Die Unterschiede waren erheblich: Mehr als 60 Prozent der Personen in der höchsten Risikogruppe entwickelten innerhalb von zehn Jahren ein Nierenversagen, das eine Dialyse oder eine Transplantation… 

Loneliness linked to higher risk of degenerative heart valve disease – new large-scale study

Adults who feel lonely have a significantly higher risk of developing degenerative heart valve disease, even after accounting for traditional cardiovascular risk factors and genetic predisposition. This is the central finding of a new population-based study published in the Journal of the American Heart Association. The analysis, based on data from nearly 463,000 participants in the UK Biobank, shows that people reporting high levels of loneliness had a 19 percent increased overall risk of degenerative valvular heart disease. The risk was 21 percent higher for aortic valve stenosis and 23 percent higher for mitral valve regurgitation. In contrast, objective social isolation – defined as living alone, infrequent contact with friends or family, and lack of social or leisure activities – showed no significant association with increased disease risk. Unhealthy lifestyle factors such as smoking, excessive alcohol consumption, physical inactivity and… 

Corona-Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen:  Veranstaltung findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner wird am Montag, 20. April 2026, ein Grußwort bei der Veranstaltung „Generation Corona? Wie Kinder und Jugendliche die Pandemie erlebt haben“ halten. Im Anschluss ist ein Pressestatement der Präsidentin vor dem Großen Protokollsaal im Reichstagsgebäude geplant. Die Veranstaltung selbst bleibt für die Presse nicht zugänglich, um den rund 150 teilnehmenden Kindern und Jugendlichen einen geschützten Rahmen zu bieten. Die Veranstaltung wird von der Enquete-Kommission „Aufarbeitung der Corona-Pandemie und Lehren für zukünftige pandemische Ereignisse“ gemeinsam mit der Kommission zur Wahrnehmung der Belange der Kinder durchgeführt. Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland sollen die Möglichkeit erhalten, ihre persönlichen Erfahrungen während der Pandemiejahre zu schildern. Die Initiative soll die Sichtweise der jüngsten Generation in die parlamentarische Aufarbeitung der Corona-Krise einbringen. Kritiker sehen in der Veranstaltung ein längst überfälliges Signal. Sechs Jahre nach Beginn der Pandemie werden die Betroffenen erstmals in… 

immy dreht sich zur offenen See – und leidet weiter: WDC Deutschland verweigert wissenschaftlich bewiesene humane Erlösung. Symbolbild. Credits: Unsplash

The Real Germany: Private Courage vs. Political Paralysis

Tomorrow, a 79-year-old self-made multimillionaire will attempt what the entire machinery of the German state has refused to do for 16 days: give the humpback whale Timmy a genuine chance at life. Walter Gunz, founder of MediaMarkt, has mobilised private resources, experts and equipment to launch a coordinated rescue operation in the Wismarer Bucht. His initiative is not symbolic. It is practical, funded from his own pocket, and driven by the simple conviction that a sentient being in distress deserves every reasonable effort to be saved. This single act of private citizenship stands in stark contrast to the institutional failure orchestrated by Environment Minister Till Backhaus and the government of Mecklenburg-Vorpommern. For more than two weeks, official policy has been one of deliberate inaction: no further rescue attempts, no euthanasia, only the repeated mantra that Timmy should be left “to… 

Kongresskalender Frühjahr 2026: Die wichtigsten Termine für Biotech, Life Sciences und Labortechnik

Der Frühling 2026 startet mit einem echten Terminfeverwerk für alle, die in Laboren, Biotech-Firmen, Universitäten oder der medizinischen Forschung aktiv sind. Von großen internationalen Kongressen über spezialisierte Symposien bis hin zu regionalen Fachmessen und Online-Events – der Kalender ist prall gefüllt mit Gelegenheiten zum Netzwerken, zum Austausch über neueste Forschungsergebnisse und zur Weiterbildung. Labnews.io hat den aktuellen Kongresskalender des Laborjournals ausgewertet und präsentiert hier eine übersichtliche und aktuelle Zusammenstellung aller relevanten Termine der kommenden Wochen und Monate. Ob Mikrobiologie, Genomik, Bioprozess-Technik, Immunologie oder Labortechnik – hier finden Sie alles auf einen Blick. April 2026 – Der volle Auftakt Mai 2026 – Weitere Highlights Tipp für die Praxis: Viele Veranstaltungen bieten Hybrid- oder reine Online-Formate an – ideal für alle, die nicht reisen können. Eine frühzeitige Anmeldung lohnt sich besonders bei den großen Kongressen wie ECCMID, den German Biotech Days oder… 

Wichtige Termine der Woche in der Labormedizin: KI im Labor und Start der Global MedLab Week

In der Woche vom 15. bis 21. April 2026 stehen in der Labormedizin zwei zentrale digitale und internationale Veranstaltungen im Mittelpunkt. Experten diskutieren regulatorische Herausforderungen durch Künstliche Intelligenz und feiern die globale Rolle der Labordiagnostik. Am 15. und 16. April 2026 findet online das DELAB-Fachforum „KI im Labor Spezial – EU AI-Act kompakt und praxisnah“ statt. Der Workshop richtet sich an Laborverantwortliche und beleuchtet die praktische Umsetzung des neuen EU-KI-Gesetzes im Laboralltag, insbesondere Risikoklassifizierung, Compliance und Auswirkungen auf diagnostische Prozesse. Am 20. April 2026 beginnt die IFCC Global MedLab Week 2026, die bis zum 26. April andauert. Unter dem Motto „A Day at the Lab“ würdigt die Internationale Federation of Clinical Chemistry and Laboratory Medicine weltweit die Arbeit der Labormediziner. Patienten, Fachkräfte und Öffentlichkeit sind aufgerufen, Einblicke in den Laboralltag zu teilen – mit Fotos, Podcasts oder Videos. Zudem findet… 

Backhaus foltert Buckelwal Timmy weiter

KOMMENTAR. Till Backhaus, SPD-Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, hat sich in den letzten 14 Tagen endgültig als einer der zynischsten und verantwortungslosesten Politiker Deutschlands entlarvt. Während der Buckelwal Timmy bei lebendigem Leib in der Wismarer Bucht verreckt, steht Backhaus für eine Politik, die Tierschutz zur reinen Farce macht und institutionelle Interessen über jedes ethische und gesetzliche Gebot stellt. Backhaus hat nicht nur tatenlos zugesehen. Er hat persönlich entschieden: keine Rettung mehr, keine Euthanasie, nur „in Ruhe sterben lassen“. Damit hat er Timmy bewusst und vorsätzlich einer tagelangen Qual ausgeliefert – Kompressionsatelektase der Lunge, Drucknekrosen, Hyperthermie, Hautdesikkation und sekundäre Infektionen bei vollem Bewusstsein. Die am 8. April 2026 eingereichte Strafanzeige gegen ihn wirft ihm daher zu Recht Tierquälerei durch Unterlassen vor (§ 17 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b) TierSchG i. V. m. § 13 StGB). Dies ist kein Ausrutscher. Backhaus hat bereits… 

Deutsches Uni-Know-how für US-Konzerne: Der Fall Gilead und LMU

Am 7. April 2026 kündigte der US-Pharmakonzern Gilead Sciences die Übernahme des Münchner Biotech-Unternehmens Tubulis GmbH an – für bis zu 5 Milliarden US-Dollar (3,15 Milliarden upfront plus bis zu 1,85 Milliarden meilensteinabhängig). Tubulis, 2019 als Spin-off der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und des Leibniz-Instituts für Molekulare Pharmakologie (FMP) in Berlin gegründet, entwickelt neuartige Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs) gegen Krebs. Die LMU pries den Deal als „erfolgreichen Forschungstransfer“. München soll als ADC-Forschungshub bei Gilead erhalten bleiben. Auf den ersten Blick ein Erfolg: Steuerfinanzierte Grundlagenforschung aus LMU-Biocenter und FMP wird in ein klinisch fortgeschrittenes Unternehmen umgesetzt. Tubulis hatte zuvor massive Finanzierungsrunden eingesammelt, darunter eine Series C über 308 Millionen Euro (später auf 344 Millionen Euro erweitert) im Oktober 2025 – die größte für ein europäisches Biotech auf dieser Stufe. Investoren: US-Fonds wie Venrock Healthcare Capital Partners sowie deutsche und europäische Akteure wie High-Tech Gründerfonds…