Berlin (LabNews Media LLC) – Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) hat den bundesweiten Aufbau ihrer Landeszentren abgeschlossen. Mit der Gründung des Landeszentrums Sachsen-Anhalt ist nun in jedem Bundesland ein DGS-Landes- oder Exzellenzzentrum vertreten.
Die 16 Landeszentren sollen künftig die schmerzmedizinische Expertise in den Bundesländern bündeln, regionale Strukturen vernetzen und die Versorgung auf Landesebene stärken. Sie stehen als Ansprechpartner für ärztliche und nicht-ärztliche Schmerztherapeuten, regionale Schmerzzentren, Verbände, Politik und Medien zur Verfügung. Zudem fördern sie den fachlichen Austausch und vertreten die Interessen der Schmerzmedizin auf Landes- und Bundesebene.
Die Landeszentren sind Teil eines größeren Netzwerks, das aus 126 DGS-Regionalzentren und DGS-Algesiologen besteht. Ziel ist es, Menschen mit chronischen Schmerzen frühzeitig, leitliniengerecht und interdisziplinär zu versorgen. In regionalen Schmerzkonferenzen werden Patientenfälle gemeinsam besprochen und multimodale Behandlungskonzepte abgestimmt. Die DGS-Schmerzzentren werden jährlich rezertifiziert, um einheitliche Standards zu sichern.
Mit dem Abschluss des flächendeckenden Aufbaus wechselt die DGS nach eigenen Angaben von der Struktur- in die Substanzphase. Die Landeszentren sollen künftig die praktische Umsetzung einer qualitätsgesicherten, regional verankerten Schmerzmedizin unterstützen.
Die DGS ist mit über 4.000 Mitgliedern die führende Fachgesellschaft für die Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen in Deutschland.
