New York (LabNews Media LLC) – Digitale Gesundheitstools wie Patientenportale und Gesundheits-Apps sind in den USA zu einem festen Bestandteil der medizinischen Versorgung geworden. Das zeigt eine umfangreiche Studie der NYU Langone Health, die mehr als 140 Millionen Patientendaten und über 8 Milliarden Interaktionen zwischen Patienten und medizinischem Personal ausgewertet hat.
Zwischen 2020 und 2025 hat sich die Zahl der Nachrichten, die Patienten über sichere Portale an ihre Behandler schickten, um 153 Prozent erhöht. Gleichzeitig ging die Zahl der Telefonate um 6 Prozent zurück. Mindestens 12 Prozent der Amerikaner nutzen inzwischen Portale und Apps, um Termine zu vereinbaren, Befunde einzusehen oder Behandlungen zu besprechen.
Die Studie zeigt jedoch auch, dass digitale Kommunikation die persönlichen Arztbesuche nicht ersetzt, sondern ergänzt. Die Zahl der Vor-Ort-Termine hat sich nach dem Rückgang in der Pandemie wieder stabilisiert.
„Unsere Studie zeigt, dass die Nutzung von Patientenportalen, Gesundheits-Apps und Nachrichten nun ein routinemäßiger Teil der täglichen Patientenversorgung in ganz Amerika ist“, erklärte Michal A. Mankowski, Senior Investigator der Studie.
Die Forscher betonen, dass Krankenhäuser und Kliniken ihre personellen und organisatorischen Strukturen an die neuen digitalen Arbeitsabläufe anpassen müssen. Dazu gehöre auch die Schulung von Personal im Umgang mit Messaging-Tools, KI-gestützten Systemen und digitaler Beratung.
Die Ergebnisse wurden auf der Basis von Daten aus dem Epic Cosmos-Datensatz gewonnen, der Patientenakten aus über 2.000 Krankenhäusern und mehr als 47.000 Kliniken umfasst.
