APOE4 schädigt Knochenqualität bei Frauen
Das Alzheimer-Risikogen APOE4 führt bei weiblichen Mäusen zu einer bereits im mittleren Lebensalter einsetzenden Verschlechterung der Knochenqualität. Der Effekt bleibt für Standard-Knochendichtemessungen unsichtbar und betrifft vor allem die Osteozyten. Wissenschaftler des Buck Institute for Research on Aging und der University of California, San Francisco (UCSF) haben entdeckt, dass APOE4 die perilakunäre/canalikuläre Remodellierung in Osteozyten unterdrückt – jenen Prozess, der die mikroskopischen Kanäle im Knochen instand hält und für dessen mechanische Belastbarkeit sorgt. Dadurch verschlechtert sich die Knochenqualität, obwohl Dichte und Struktur äußerlich normal erscheinen. Die Effekte waren bei weiblichen Tieren deutlich stärker ausgeprägt als bei männlichen und stärker im Knochen als im Hippocampus. Die Studie, veröffentlicht in Advanced Science (DOI: 10.1002/advs.202523511), liefert einen möglichen mechanistischen Erklärungsansatz dafür, warum Frauen mit Alzheimer häufiger Knochenbrüche erleiden und eine Osteoporose-Diagnose oft ein früher Prädiktor für kognitive Beeinträchtigungen ist. „APOE4 stört leise genau die…




