Gen-Therapie gegen Sichelzellanämie bleibt in Afrika ferne Hoffnung
Während in den USA und Europa die erste zugelassene Gentherapie gegen Sichelzellanämie als Durchbruch gefeiert wird, bleibt sie für die meisten Betroffenen in Afrika auf absehbare Zeit unerreichbar. Das berichtet SciDev.Net zum Start der landesweiten Neugeborenenscreening-Pflicht in Uganda im Februar 2026. Jährlich kommen weltweit etwa 515.000 Kinder mit Sichelzellanämie zur Welt, rund 80 Prozent davon in Subsahara-Afrika. In Ländern wie Nigeria, Tansania und Uganda zählt die Erbkrankheit zu den Haupt-Todesursachen bei Kleinkindern. In Uganda sterben bis zu 80 Prozent der betroffenen Kinder vor dem fünften Lebensjahr, meist durch verzögerte Diagnose und vermeidbare Komplikationen. Uganda hat im Februar 2026 eine kostenlose Neugeborenenscreening-Pflicht in Gesundheitseinrichtungen eingeführt, um Früherkennung und lebenslange Basisbehandlung zu gewährleisten. Etwa 20.000 ugandische Kinder kommen jährlich mit der Erkrankung zur Welt. In den USA und Großbritannien wurde 2023/2024 die CRISPR-basierte Gentherapie Casgevy (exagamglogene autotemcel) von Vertex Pharmaceuticals zugelassen. Sie…

