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Neurofeedback soll Expertensignaturen ins Gehirn übertragen

Forscher der Universität Graz untersuchen, ob sich neuronale Aktivitätsmuster von trainierten Expert:innen durch Neurofeedback gezielt in das Gehirn untrainierter Personen übertragen lassen. Das vom Wissenschaftsfonds FWF geförderte Projekt zielt darauf ab, die Plastizität des Gehirns besser zu verstehen und langfristig Rehabilitationsprozesse nach Schlaganfall oder anderen neurologischen Schäden zu beschleunigen. Theo Ferreira Marins, Postdoktorand am Institut für Psychologie der Universität Graz, leitet das Vorhaben „Übertragung der Plastizität des Gehirns durch Neurofeedback“. Aktuell arbeiten die Wissenschaftler mit gesunden Proband:innen. Im Fokus stehen motorische Fingerübungen, etwa das gezielte Antippen der Fingerspitzen. Funktionelle MRT-Aufnahmen erfassen die spezifischen Aktivitätsmuster in motorischen Hirnregionen – bei trainierten Expert:innen und bei naiven Personen. „Die Signalkonstellationen unterscheiden sich grundlegend zwischen trainierten und untrainierten Gehirnen“, erklärt Marins. Durch jahrelanges Üben entstünden charakteristische neuronale Strukturen. Die zentrale Hypothese: Diese Strukturen lassen sich mittels Neurofeedback zumindest teilweise in andere Gehirne übertragen oder… 

BfArM stellt Testversion der deutschen ICD-11 zur Verfügung

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Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat eine nicht-amtliche Testversion der ICD-11 in deutscher Sprache veröffentlicht. Die Übersetzung basiert auf der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Februar 2026 bereitgestellten Version und ist ab sofort digital über den WHO-API-Zugang nutzbar. Sie dient Test-, Studien- und Umstiegsanalysen, bleibt jedoch ohne amtliche Gültigkeit. In Deutschland gelten weiterhin die ICD-10-WHO für die Mortalitätskodierung (Todesursachen) und die ICD-10-GM für die Morbiditätskodierung (Krankheitshäufigkeit und -ausmaß). Ein offizieller Wechsel zur ICD-11 ist weder beschlossen noch terminiert. Die Nutzung der Testversion unterliegt den Lizenz- und Nutzungsbedingungen der WHO. Die ICD-11 wurde von der WHO im Mai 2019 verabschiedet und trat am 1. Januar 2022 international in Kraft. Sie enthält medizinisch-wissenschaftliche, klassifikatorische und informationstechnologische Weiterentwicklungen: differenziertere Kodierungsmöglichkeiten, bessere Unterstützung digitaler Gesundheitssysteme und das Ziel einer einheitlichen internationalen Fassung ohne nationale Modifikationen wie die bisherige ICD-10-GM. Dadurch soll die… 

Tödliches Gerinnsel: Thromboserisiken kennen und vermeiden

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Eine Thrombose kann jeden treffen – durch langes Sitzen, nach Operationen oder auf Reisen. Das Blutgerinnsel in den tiefen Beinvenen wird oft unterschätzt, kann aber zu einer lebensbedrohlichen Lungenembolie führen. Solveig Haw, Ärztin und Gesundheitsexpertin der DKV Deutsche Krankenversicherung AG, erklärt Symptome, Risikofaktoren und einfache Präventionsmaßnahmen. Bei einer Thrombose bildet sich ein Thrombus meist in den tiefen Beinvenen und behindert den Blutfluss. Löst sich das Gerinnsel, kann es als Embolus in die Lunge gelangen und dort Gefäße verstopfen. Die Folge ist eine Lungenembolie, die von milden bis zu akut lebensbedrohlichen Verläufen reichen kann. Risikofaktoren sind Bewegungsmangel, höheres Alter, Übergewicht, Rauchen, erbliche Gerinnungsstörungen, Hormontherapien wie die Antibabypille sowie eine vorangegangene Thrombose. Nach der Virchow-Trias begünstigen vor allem drei Faktoren die Entstehung: Veränderungen der Gefäßwand, verlangsamter Blutfluss und erhöhte Gerinnungsneigung des Blutes. Typische Warnsignale einer Beinvenenthrombose sind einseitige Schwellung, Spannungsgefühl in der… 

Neue Studie zu Adipositas-Kriterien: Große Mehrheit mit BMI 30 als klinisch adipös eingestuft

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Eine internationale Analyse großer Bevölkerungs- und Interventionsstudien zeigt, dass nahezu alle Personen mit einem Body-Mass-Index (BMI) von mindestens 30 kg/m² durch mindestens ein weiteres anthropometrisches Kriterium als adipös bestätigt werden können. Rund 80 Prozent von ihnen erfüllen zudem die Kriterien einer klinischen Adipositas mit bereits vorhandenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Die Ergebnisse der Studie unter Leitung von Prof. Matthias Schulze vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) und Beteiligung des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) sowie des Universitätsklinikums Tübingen erschienen am 19. Februar 2026 in Nature Communications (Open Access, DOI: 10.1038/s41467-026-69738-w). Die Untersuchung bewertet den im Frühjahr 2025 von einer Lancet-Kommission vorgeschlagenen Ansatz, Adipositas in präklinische und klinische Formen zu unterteilen. Danach wird Adipositas neben einem BMI ? 30 durch mindestens ein weiteres Maß wie Taillenumfang oder Körperfettanteil bestätigt. Klinische Adipositas liegt vor, wenn zusätzlich Adipositas-assoziierte Erkrankungen wie Bluthochdruck, gestörter Fett- oder… 

US-Wissenschaft im freien Fall: CT Coating AG  entlarvt Trumps Amerika

Die Präsentation einer bahnbrechenden Solid-State-Batterie durch das finnische Startup Donut Lab auf der CES-Messe im Januar 2026 markiert einen Wendepunkt in der globalen Energietechnologie und wirft ein grelles Licht auf den beschleunigten wissenschaftlich-technologischen Niedergang der Vereinigten Staaten. Donut Lab, ein Spin-off des estnisch-finnischen Motorradherstellers Verge Motorcycles, stellte eine all-solid-state-Batterie vor, die als weltweit erste massenproduzierbare Variante gilt und bereits in Produktionsfahrzeugen eingesetzt wird. Die Technologie stammt von der deutschen CT Coating AG. Mit einer Energiedichte von 400 Wh/kg, Ladezeiten von nur fünf bis zehn Minuten bis 80 Prozent und einer Reichweite von bis zu 600 Kilometern im Verge TS Pro Motorrad übertrifft diese Technologie konventionelle Lithium-Ionen-Batterien deutlich. Die Batterie wird in Finnland produziert, mit einer anfänglichen Kapazität von etwa einer Gigawattstunde pro Jahr, und ist für OEMs weltweit verfügbar. Während chinesische Hersteller skeptisch reagieren und von möglichen Übertreibungen sprechen, hat… 

CT Coating & Donut Lab: Beijing’s smart counter-strategy

How a Finnish-German network and Beijing’s „smart“ counter-strategy are reshaping the future of e-mobility. Monday, February 23, 2026, could mark a turning point in the global battery landscape. Finnish technology company Donut Lab is set to publish the long-awaited independent test results of its „Donut Battery“ from the VTT Technical Research Centre of Finland. If the data confirms the start-up’s extraordinary claims, it would not only be a technological breakthrough but, more importantly, a strategic earthquake with its epicenter in Europe – and a major tectonic plate named China. Behind the surprising Finnish success, a German core component is suspected: CT Coating AG, a small specialist based in Königswinter, North Rhine-Westphalia. The highly specialized screen printing and coating processes of this Mittelstand company are considered the „secret booster“ that may have enabled the Donut Battery’s extreme performance data. While Beijing… 

USA spionierten Deutsche Labore aus

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Ein Bericht des Office of Naval Research European Office aus dem Jahr 1989 fasst Erkenntnisse zu Materialwissenschaften in Europa und dem Nahen Osten zusammen. Das Dokument, das als Leitfaden für US-Forscher konzipiert wurde, listet Labore, Forscher und Programme auf und betont Fortschritte in hochtemperaturbeständigen Materialien. Es unterstreicht die damalige Stärke Europas in Keramiken und Kompositen, weist aber auch auf Lücken in der Koordination hin. In Zeiten fortschreitender Digitalisierung gewinnt der Text als historischer Quellwert an Relevanz, obwohl viele Entwicklungen mittlerweile überholt sind. Die Materialwissenschaften haben sich seit dem Ende des Kalten Krieges stark weiterentwickelt. In den 1980er Jahren lag der Fokus auf der Verbesserung von Materialien für extreme Bedingungen, angetrieben durch militärische und industrielle Anforderungen. Die USA beobachteten europäische Fortschritte genau, um eigene Programme anzupassen. Das European Science Notes Information Bulletin (ESNIB) diente als Plattform für solche Berichte, die aktuelle… 

Neuroprotektive Effekte von Statinen – ein Überblick

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Statine (HMG-CoA-Reduktase-Hemmer) sind primär für ihre lipidsenkende Wirkung bekannt, doch seit über zwei Jahrzehnten wird intensiv diskutiert, ob sie zusätzlich neuroprotektive Eigenschaften besitzen. Diese Effekte sind größtenteils pleiotrop (unabhängig von der Cholesterinsenkung) und beruhen auf der Hemmung des Mevalonat-Wegs, der Prenylierung kleiner GTPasen (Rho, Rac, Ras) und vielfältigen downstream-Signalwegen. Aktuelle Meta-Analysen und Reviews aus 2025/2026 unterstreichen ein potenziell protektives Profil gegenüber Demenz, Schlaganfallfolgen und neurodegenerativen Prozessen – bei gleichzeitigem Fehlen klarer Evidenz für schädigende Effekte auf die Kognition. Epidemiologische Evidenz – was zeigen die großen Analysen? Die stärkste aktuelle Evidenz stammt aus großen Meta-Analysen observationaler Studien: Randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) zur Primärprävention von Demenz fehlen weitgehend, aber die Beobachtungsdaten sind konsistent und durch Subgruppen-Analysen robust. Wichtige neuroprotektive Mechanismen Die neuroprotektiven Effekte beruhen auf mehreren pleiotropen Wegen: Unterschiede zwischen Statinen Offene Fragen und Limitationen Fazit Statine zeigen in aktuellen großen Meta-Analysen… 

Statine als Cholesterinsenker: Wirkungsweise im Detail

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Statine (HMG-CoA-Reduktase-Hemmer) gehören zu den am besten untersuchten und am häufigsten verordneten Medikamentenklassen weltweit. Sie sind die erste Wahl zur Senkung des LDL-Cholesterins und zur Primär- sowie Sekundärprävention kardiovaskulärer Ereignisse. Ihre Hauptwirkung entfalten sie durch eine gezielte Hemmung der Cholesterinbiosynthese in der Leber, ergänzt durch zahlreiche weitere (sogenannte pleiotrope) Effekte. Primärer Wirkmechanismus: Hemmung der HMG-CoA-Reduktase Der zentrale Angriffspunkt aller Statine ist das Enzym 3-Hydroxy-3-Methylglutaryl-Coenzym-A-Reduktase (kurz: HMG-CoA-Reduktase oder HMGCR). Dieses Enzym katalysiert den geschwindigkeitsbestimmenden (rate-limiting) Schritt in der endogenen Cholesterinbiosynthese: Statine wirken als kompetitive Inhibitoren: Folgen der HMG-CoA-Reduktase-Hemmung in der Leberzelle: Die LDL-C-Senkung korreliert linear mit der Risikoreduktion: Pro 1 mmol/l (39 mg/dl) LDL-C-Absenkung sinkt das relative Risiko für schwere kardiovaskuläre Ereignisse um ca. 20–25 % pro Jahr (CTT-Metaanalysen). Pleiotrope (nicht-lipidbezogene) Effekte Da die HMG-CoA-Reduktase nicht nur Cholesterin, sondern den gesamten Mevalonat-Weg blockiert, entstehen Zwischenprodukte (Isoprenoide) weniger: Wichtige pleiotrope Effekte (evidenzbasiert,… 

Lab Explainer: Folsäure (Vitamin B9)

Folsäure, auch als Folat oder Vitamin B9 bekannt, ist ein wasserlösliches B-Vitamin, das für die Zellteilung, die DNA-Synthese, die Blutbildung und den Homocystein-Stoffwechsel essenziell ist. Es kommt in der Nahrung natürlich als Folat vor (z. B. in Blattgemüse), während Folsäure die synthetische, stabile Form ist, die in Nahrungsergänzungsmitteln und angereicherten Lebensmitteln verwendet wird. Der Körper wandelt beide Formen in die aktive Coenzym-Form (Tetrahydrofolat) um. Folsäure ist besonders kritisch in Phasen hoher Zellteilungsrate – wie in der Schwangerschaft, beim Wachstum oder bei der Blutbildung. Ein Mangel entwickelt sich meist schleichend über Monate, da der Körper nur begrenzte Speicher (ca. 3–6 Monate) hat. In Deutschland ist eine Unterversorgung weit verbreitet, ein echter schwerer Mangel jedoch seltener. Normalwerte und Bedarf Die empfohlene tägliche Zufuhr (DGE, Stand 2024/2025) beträgt: Serum-Folsäure-Werte (Labor-Referenzbereiche, ungefähre Orientierung): Zusätzlich wird bei Verdacht auf Mangel oft der Homocystein-Wert (erhöht bei…