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Kritikpunkte an der GOÄneu (Entwurf, Stand März 2026)

Der Entwurf der GOÄneu (948 Seiten, vom 129. Deutschen Ärztetag Mai 2025 mit 212:19:8 Stimmen gebilligt, seit Juni 2025 beim BMG) stößt trotz breiter Mehrheit auf anhaltende und teils vehemente Kritik – vor allem aus technisch-diagnostischen und apparateintensiven Fachgruppen. Die Kritikpunkte sind seit 2024/2025 bekannt, wurden im Clearingverfahren (Oktober 2024 – Mai 2025) teilweise adressiert, aber viele bleiben bestehen. Eine Online-Petition „Stoppen der Novellierung der GOÄneu“ lief bis Juli 2025 und sammelte Tausende Unterschriften. 1. Massive Honorarkürzungen in technischen Fächern (Hauptkritikpunkt) 2. Fehlende Transparenz und unzureichende Einbeziehung der Fachgruppen 3. Wegfall bewährter Flexibilitätsinstrumente 4. Kein echter Inflationsausgleich und langfristige Risiken 5. Weitere fachspezifische und systemische Kritik Aktueller Stand März 2026 Fazit: Die GOÄneu modernisiert und schafft Rechtssicherheit, aber die Umverteilung von technisch-apparativen zu sprechenden/koordinierenden Leistungen spaltet die Ärzteschaft massiv. Technische Fächer sehen ihre Existenz bedroht, während hausarzt- und beratungsnahe Fächer… 

GOÄneu (Entwurf 2025) vs. EBM im detaillierten Vergleich – Stand März 2026

Die GOÄneu (Entwurf, vom 129. Deutschen Ärztetag Mai 2025 gebilligt, 948 Seiten, seit Juni 2025 beim BMG) ist noch keine gültige Verordnung. Die alte GOÄ (1982/1996) gilt weiterhin. Ein Regelungsentwurf des BMG ist für Mitte 2026 angekündigt; realistisches Inkrafttreten frühestens 01.01.2027 (laut BÄK-Präsident Reinhardt) oder 2028. Der EBM ist dynamisch und wird laufend angepasst (aktuelle Fassung Q1/2026, Orientierungspunktwert 12,7404 Cent ab 01.01.2026). Beide Systeme bleiben bewusst getrennt: GOÄneu für Privat-/PKV-/Selbstzahler, EBM exklusiv für GKV-Vertragsärzte. 1. Rechtsgrundlage und Entscheidungshoheit Aspekt GOÄneu (geplanter Entwurf) EBM (aktuell) Rechtsform Staatliche Rechtsverordnung (§ 11 BÄO, mit geplanter Änderung) Vereinbarung der gemeinsamen Selbstverwaltung (§ 87 SGB V) Wer erlässt / entscheidet Bundesregierung (BMG) mit Zustimmung Bundesrat; GeKo gibt nur Empfehlungen Bewertungsausschuss (paritätisch KBV + GKV-Spitzenverband; bei Patt unparteiischer Vorsitzender) Anpassungsgremium Gemeinsame Kommission (GeKo): 4 BÄK + 2 PKV + 2 Beihilfe; paritätisch, einvernehmlich Empfehlungen ? bei… 

GOÄ und EBM im detaillierten Vergleich: Staatliche Verordnung vs. echte Selbstverwaltung – Privatmedizin vs. GKV (Stand März 2026)

  • News

Die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) und der Einheitliche Bewertungsmaßstab (EBM) sind die beiden zentralen Honorarordnungen für ambulante ärztliche Leistungen in Deutschland. Sie unterscheiden sich grundlegend in Rechtsform, Zuständigkeit, Vergütungssystematik und Anpassungsdynamik. Die GOÄ gilt für privat Versicherte (PKV), Selbstzahler und IGeL; der EBM ausschließlich für gesetzlich Versicherte (GKV). Eine Zusammenführung ist politisch nicht geplant. 1. Rechtsgrundlage und Festlegung – Wer entscheidet? Aspekt GOÄ EBM Rechtsform Staatliche Rechtsverordnung (§ 11 Bundesärzteordnung – BÄO) Vereinbarung der gemeinsamen Selbstverwaltung (§ 87 SGB V) Wer erlässt Bundesregierung (federführend BMG) mit Zustimmung des Bundesrates Bewertungsausschuss (paritätisch: 3 KBV + 3 GKV-Spitzenverband; bei Patt unparteiischer Vorsitzender) Entscheidungshoheit Allein Staat (BÄK liefert nur fachlichen Entwurf) Echte Selbstverwaltung – KBV und GKV-Spitzenverband beschließen bindend Aktueller Status Alte GOÄ (1982/1996) gilt weiter. GOÄneu-Entwurf (948 Seiten) seit Juni 2025 beim BMG; Regelungsentwurf Mitte 2026 geplant, Inkrafttreten frühestens 01.01.2027 Laufend aktualisiert… 

GOÄ-Festlegung im Detail: Die Bundesregierung erlässt die Verordnung – die ärztliche Selbstverwaltung (BÄK) gestaltet fachlich mit, hat aber keine Entscheidungshoheit

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Die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ist und bleibt eine staatliche Rechtsverordnung. Sie wird ausschließlich von der Bundesregierung (federführend das Bundesministerium für Gesundheit/BMG) erlassen und bedarf der Zustimmung des Bundesrates (§ 11 Bundesärzteordnung – BÄO). Das gilt unverändert auch für die geplante GOÄneu. Wörtlich § 11 BÄO (aktueller Stand März 2026):„Die Bundesregierung wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates die Entgelte für ärztliche Tätigkeit in einer Gebührenordnung zu regeln. In dieser Gebührenordnung sind Mindest- und Höchstsätze für die ärztlichen Leistungen festzusetzen. Dabei ist den berechtigten Interessen der Ärzte und der zur Zahlung der Entgelte Verpflichteten Rechnung zu tragen.“ Die ärztliche Selbstverwaltung – vor allem die Bundesärztekammer (BÄK) als Spitzenorganisation der 17 Landesärztekammern – hat keine Befugnis, die GOÄ selbst festzulegen oder zu erlassen. Das betont die BÄK selbst klar:„Die neue Gebührenordnung wird nicht von der Bundesärztekammer, sondern im Rahmen eines… 

VR reduces fear of medical procedures

Virtual reality (VR) could help patients better understand their treatment and reduce their anxiety by explaining what to expect before a medical procedure. The research findings will be presented today [Friday, March 13, 2026] at the congress of the European Society of Urology in London (EAU26). Patients are often given an information brochure with important details before consenting to a treatment. This contains information about the treatment process, risks, and benefits, which they can then discuss with their doctor. However, such brochures often contain technical jargon and are written in a way that is difficult for most people to understand. Around six out of ten adults in England have difficulty understanding complex medical information, which impairs their ability to make an informed decision about a procedure. A new study examined the use of VR as part of the information process for kidney stone treatment. Extracorporeal shock wave lithotripsy is a...

Scan bringt Prostatakrebszellen zum Leuchten

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Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass ein bildgebender Test die Anzahl der Personen, die nach unklaren oder beruhigenden Ergebnissen einer MRT-Untersuchung eine Biopsie bei Verdacht auf Prostatakrebs benötigen, sicher halbieren könnte Die Ergebnisse der PRIMARY2-Studie werden heute [Freitag, 13. März 2026] auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Urologie in London (EAU26) vorgestellt. Die PSMA-PET/CT-Untersuchung identifiziert aggressivere Prostatakrebszellen, die potenziell gefährlich sind und behandelt werden müssen. Sie nutzt dazu ein Molekül, das an die Prostatakrebszellen bindet und diese zum Leuchten bringt, sodass sie im Bild als helle Flecken erscheinen. Laut der Studie könnte dies auch dazu beitragen, das Risiko einer Überdiagnose zu verringern, indem festgestellt wird, welche Tumore ein geringes Risiko darstellen und niemals Schaden anrichten werden. Bei Verdacht auf Prostatakrebs wird üblicherweise eine MRT-Untersuchung durchgeführt, um nach auffälligen Bereichen der Prostata zu suchen. Sind die MRT-Ergebnisse verdächtig oder nicht eindeutig, wird… 

RMC prevents pancreatic cancer

A new preclinical study in mice shows that precancerous cells in the pancreas can be eliminated before they develop into tumors. Using an experimental therapy to target microscopic precancerous lesions in the pancreas nearly doubled survival in mouse models of pancreatic ductal adenocarcinoma (PDAC) compared to the same treatment after cancer had developed. The study, published today in Science, was led by physician-scientists from the Perelman School of Medicine at the University of Pennsylvania and the Abramson Cancer Center of Penn Medicine. It is the first time scientists have shown that a medical intervention can halt the growth of precancerous lesions in the pancreas before they develop into pancreatic cancer. This provides strong evidence for the emerging field of cancer prevention. "I am convinced that early cancer detection is the next great challenge in cancer therapy," said Robert Vonderheide, MD, DPhil , director of the Abramson Cancer Center and one of...

Neuer Podcast „Diagnose Deutschland“ startet mit Debatte über Zuckersteuer

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LabNews Media LLC hat den Podcast „Diagnose Deutschland“ gestartet. In der ersten Folge „Die Zuckersteuer“ diskutieren Moderator Vlad Georgescu und Gast Jan Wolter, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL), die Ablehnung einer Zuckersteuer durch die CDU unter Kanzler Merz. Die Folge kritisiert die Entscheidung als Ausdruck politischer Ideenlosigkeit und als Schutz alter Geschäftsmodelle von Lebensmittelkonzernen. Eine erweiterte Steuer auf Zucker, Salz, Fette, Alkohol, Tabak und hochverarbeitete Produkte könne ungesunde Optionen verteuern und gesunde günstiger machen. Dadurch ließen sich Gesundheitskosten senken, Innovationen fördern und externe Schäden an Mensch, Tier und Umwelt internalisieren. Die Diskussion verweist auf Daten, wonach Fehlernährung in Europa jährlich 1,5 Millionen Todesfälle verursacht und in Deutschland Kosten von fast 50 Milliarden Euro (ohne Tabak und Alkohol) entstehen. Ein Drittel der Herz-Kreislauf-Todesfälle hänge damit zusammen. Ungesunde Produkte seien in Schulen und im Alltag billiger und… 

Titelseite des Whitepapers | Copyright: Fraunhofer IOSB

German-Turkish Initiative: Fraunhofer and Partners Launch R&D Cooperation for Industry 4.0 and Digitalization

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Karlsruhe/Istanbul (labnews.ai) – Ein neues Whitepaper ebnet türkischen Industrieunternehmen den Einstieg in eine vertiefte Forschungs- und Entwicklungspartnerschaft mit dem Fraunhofer IOSB und weiteren Partnern. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Ansätze für standardisierten Datenaustausch, interoperable Datenräume und Innovationscluster, die Forschung schnell in skalierbare industrielle Lösungen überführen sollen. Das Dokument „Turkish German Digital Technology Exchange: R&D Cooperation in Manufacturing Engineering and Manufacturing Related Information & Communication Technology“ wurde am 11. März 2026 veröffentlicht. Die Initiative ist ein Gemeinschaftsprojekt des Fraunhofer IOSB, des IIB e.V., des türkischen Automatisierungsverbands ENOSAD sowie der MEDIPOL University in Istanbul und des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA. Sie zielt auf gemeinsame Projekte in den Bereichen Industrie 4.0, KI, Machine Learning und digitale Infrastrukturen ab. Am 24. März 2026 wird in Istanbul ein Innovationszentrum des IIB e.V. eröffnet. Es soll als Plattform für Pilotprojekte, gemeinsame Entwicklungen und industrielle Validierung… 

ImmunoForge Presents LMT15 Platform and Phase 2 Candidates at Bio-Europe Spring 2026

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Seoul (LabNews.io) – ImmunoForge Co., Ltd. nimmt vom 23. bis 25. März 2026 an der Bio-Europe Spring in Lissabon teil, um strategische Partnerschaften voranzutreiben. Das südkoreanische Biopharma-Unternehmen plant in gezielten Partnering-Meetings die globale Lizenzierung seiner proprietären LMT15-Plattform sowie die Auslizenzierung der Phase-2-Kandidaten PF1801 und PF1804 zu besprechen. Die LMT15-Plattform kombiniert in einer einzigen Struktur die langwirksame Elastin-Like-Polypeptide-Technologie (ELP) mit einem neuartigen Peptid zur Leptin-Rezeptor-vermittelten Transzytose. Dadurch ermöglicht sie monatliche Dosierungen und die Überwindung der Blut-Hirn-Schranke (BBB) gleichzeitig. ImmunoForge hat ein Patent angemeldet und entwickelt daraus CNS-gerichtete Wirkstoffe für den eigenen Pipeline-Ausbau, steht jedoch auch für breit angelegte Kooperationen offen. PF1801 (Froniglutide) befindet sich in Südkorea in einer Phase-2-Studie bei Polymyositis und Dermatomyositis. Für Polymyositis, Dermatomyositis und Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) liegt bereits die US-FDA-IND-Freigabe für Phase 2 vor, sodass ein US-Start mit einem globalen Partner unmittelbar möglich wäre. PF1804 (Pemziviptadil) hat ebenfalls…