Washington – Eine fettarme vegane Ernährung verringert die Energiedichte der Nahrung um etwa 30 Prozent und führt dadurch zu einer geringeren Kalorienaufnahme und zu Gewichtsverlust – ohne Kalorienrestriktion. Das zeigt eine randomisierte klinische Studie des Physicians Committee for Responsible Medicine, die in JAMA Network Open veröffentlicht wurde (DOI: 10.1001/jamanetworkopen.2026.27483).
Erwachsene mit Übergewicht wurden 16 Wochen lang entweder einer ad-libitum-fettarmen veganen Ernährung (Obst, Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchte) oder einer Kontrollgruppe ohne Diätänderung zugeteilt. Keine der Gruppen erhielt Kalorienvorgaben. Die Energiedichte – Kalorien pro Gramm Nahrung – sank in der veganen Gruppe um rund 30 Prozent, während sie in der Kontrollgruppe unverändert blieb. Die Energieaufnahme lag in der veganen Gruppe um etwa 357 Kilokalorien pro Tag niedriger. Das Gesamtgewicht der verzehrten Nahrung blieb in beiden Gruppen weitgehend stabil: Die Teilnehmenden aßen ähnlich viel, nahmen aber weniger Kalorien auf.
Ursache ist der Wegfall kaloriendichter tierischer Lebensmittel (Fleisch, Milchprodukte, Eier) zugunsten wasser- und ballaststoffreicher pflanzlicher Lebensmittel mit geringer Energiedichte. Stärkere Absenkungen der Energiedichte gingen mit größerem Gewichtsverlust einher, auch nach Berücksichtigung der Kalorienaufnahme. Der Ansatz zielt auf die Zusammensetzung der Ernährung statt auf Portionskontrolle und gilt als nachhaltigere Strategie zur Gewichtskontrolle.
