Medizintechnik: Neues System nutzt den menschlichen Körper als Datennetzwerk
Atlanta/Georgia (LabNews Media LLC) – Einem US-amerikanischen Ingenieursteam des Georgia Institute of Technology (Georgia Tech) ist ein bedeutender Durchbruch in der personalisierten Bioelektronik gelungen. Die Forscher entwickelten ein kabelloses Netzwerksystem namens „SWANS“ (Smart Wireless Autonomous Networking System), das winzige implantierbare Sensoren und Aktuatoren über die natürliche elektrische Leitfähigkeit des menschlichen Körpergewebes miteinander kommunizieren lässt. Das im Fachjournal Science vorgestellte Verfahren ermöglicht es vernetzten Geräten an völlig unterschiedlichen Stellen des Körpers, biologische Signale autonom zu erfassen und direkt an einem anderen Ort eine therapeutische Reaktion – wie eine Nervenstimulation oder Medikamentenfreigabe – auszulösen (DOI: 10.1126/science.adz5300). Bisherige drahtlose Übertragungsstandards wie Bluetooth oder NFC stoßen im menschlichen Körper an physikalische Grenzen, da Gewebe und Flüssigkeiten herkömmliche Funksignale stark blockieren. Zudem erfordern diese Technologien relativ große Antennen und viel Energie, weshalb medizinische Implantate bislang entsprechend groß dimensioniert sein mussten. Das SWANS-System umgeht diese Barrieren,…





