Multi-Omics und „Aging Clocks“ für die weibliche reproduktive Gesundheit
Fortschritte in der Multi-Omics-Forschung und sogenannten biologischen Alterungsuhren (Aging Clocks) ermöglichen ein deutlich genaueres Verständnis des Alterns des weiblichen Fortpflanzungssystems. Statt allein das chronologische Alter oder den Zeitpunkt der Menopause zu betrachten, erfassen diese Methoden den biologischen Alterungsprozess auf molekularer Ebene und könnten künftig zu einer personalisierten Prävention und Therapie von Fertilitätsstörungen und altersbedingten Erkrankungen beitragen. Ein aktueller Übersichtsartikel im „Hepatology International“ (erschienen am 20. Mai 2026) fasst zusammen, wie epigenetische, transkriptomische, proteomische, metabolomische und mikrobiomische Daten zusammen ein umfassendes Bild des reproduktiven Alterns zeichnen. Im Zentrum steht der Alterungsprozess der Eierstöcke mit dem Verlust der Follikelreserve und dem Rückgang der Eizellqualität. Dieser wird durch mitochondriale Dysfunktion, genomische Instabilität, zelluläre Seneszenz, oxidativen Stress und chronische Entzündungsprozesse beschleunigt. Die Folgen reichen weit über die Fruchtbarkeit hinaus und erhöhen das Risiko für Osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach der Menopause. Ähnliche degenerative Veränderungen betreffen…





