Chinas Arzneimittelindustrie: Die globale Schlüsselmacht
Chinas Arzneimittelindustrie hat sich in den vergangenen Jahren zur globalen Schlüsselmacht entwickelt und ist für zahlreiche Länder ein zentraler Lieferant pharmazeutischer Wirkstoffe (API). Fast 40 Prozent der weltweit verwendeten pharmazeutischen Grundstoffe stammen aus China, wodurch Europa und andere Regionen in eine starke Abhängigkeit geraten sind; dies zeigte sich insbesondere während globaler Lieferkettenstörungen, etwa in der Coronapandemie[1][2][3]. Während chinesische Unternehmen bislang vor allem preisgünstige Generika und einfache Wirkstoffe fertigten, nimmt unter staatlicher Förderung die Entwicklung innovativer Medikamente, etwa im Bereich Onkologie, Biologika und Antikörper-Wirkstoff-Konjugate, rasch zu[4][1][2]. Staatliche Investitionen, vereinfachte Regulierungsprozesse und eine alternde Bevölkerung treiben den Pharmasektor massiv an. Im Jahr 2025 lag das Umsatzvolumen pharmazeutischer Zwischenprodukte bei 9,3 Mrd. US-Dollar und soll bis 2035 auf 17,3 Mrd. US-Dollar steigen – gleichwohl bleibt China bei forschungsintensiven Fertigarzneimitteln häufig auf Importe, beispielsweise aus Deutschland und den USA, angewiesen[4][5][6]. Die chinesische Regierung fördert…

