EHEC-Ausbruch in Mecklenburg-Vorpommern: Schwere Infektionen bei Kindern – Agro- und Bioterrorismus unwahrscheinlich
Ein ungewöhnlich schwerer Ausbruch von Infektionen mit enterohämorrhagischen Escherichia coli (EHEC) in Mecklenburg-Vorpommern sorgt für Alarm. Bis zum 30. August 2025 wurden 17 Fälle bestätigt, davon 14 Kinder im Alter von ein bis 15 Jahren und drei Erwachsene. Besonders besorgniserregend ist die hohe Zahl an Komplikationen: Sechs Kinder entwickelten das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS), das Nierenversagen, Blutgerinnungsstörungen und die Zerstörung roter Blutkörperchen verursachen kann. Vier Kinder befinden sich auf Intensivstationen, drei benötigen eine Dialyse. Die Infektionen konzentrieren sich auf die Landkreise Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald, wobei viele betroffene Kinder Urlauber aus Bundesländern wie Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen sind. Die Gesundheitsbehörden suchen intensiv nach der Ursache, während Spekulationen über Agro- oder Bioterrorismus aufkommen. EHEC sind pathogene Stämme von Escherichia coli, die Shigatoxine produzieren und schwere Durchfallerkrankungen auslösen. Diese reichen von wässrigem bis blutigem Durchfall, begleitet von Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen. Die Inkubationszeit beträgt…
