Wie der Iran-Krieg 2026 die deutsche Biotech-Branche trifft
Der seit Ende Februar 2026 eskalierte Konflikt zwischen USA, Israel und Iran belastet die deutsche Biotech-Branche vor allem durch dieselben indirekten Kanäle wie die breitere Pharmaindustrie: Energiepreisschocks, explodierende Logistik- und Frachtkosten sowie potenzielle Verknappungen bei chemischen Vorprodukten. Biotech-Unternehmen in Deutschland – von etablierten Playern wie BioNTech, Sartorius, MorphoSys (jetzt Novartis) bis zu Hunderten mittelständischer und Start-up-Firmen – sind jedoch in manchen Bereichen noch vulnerabler als klassische Pharma, da sie energieintensiver forschen und produzieren, stärker auf globale Zulieferketten angewiesen sind und oft mit dünneren Margen oder hohem Kapitalbedarf operieren. 1. Energiepreisschock trifft energieintensive Biotech-Produktion besonders hart Biotech-Prozesse (z. B. Zellkulturen, Fermentation, Proteinreinigung, Gefriertrocknung, Kryokonservierung) verbrauchen enorme Mengen Strom und Prozesswärme – oft mehr als klassische chemische Synthese. Deutsche Standorte (Martinsried, Heidelberg, Mainz, Berlin, Göttingen) liegen in Regionen mit bereits hohen Strompreisen. 2. Logistik- und Frachtkosten-Explosion – besonders bei temperaturempfindlichen Biotech-Materialien Die…

