Klinische Studie belegt progressive Abnahme der Hornhautsensibilität bei angeborener Aniridie
Die seltene angeborene Aniridie führt nicht nur zu strukturellen Veränderungen der Hornhaut, sondern verursacht auch eine fortschreitende Beeinträchtigung der Funktion der sensiblen Hornhautnerven. Dies zeigt eine klinische Studie des Ocular Neurobiology Group am Institut für Neurowissenschaften (IN) der Universität Miguel Hernández (UMH) in Elche und des Spanischen Nationalen Forschungsrats (CSIC), die in der Fachzeitschrift Cornea veröffentlicht wurde. Aniridie wird in den meisten Fällen durch Mutationen im PAX6-Gen ausgelöst, das für die Entwicklung okulärer Strukturen entscheidend ist. Neben der vollständigen oder teilweisen Irisaplasie leiden Betroffene häufig unter Fokussierungsstörungen, Photophobie und langfristig zunehmenden Komplikationen. Frühere Untersuchungen hatten bereits eine reduzierte Nervendichte in der Hornhaut erwachsener Patienten gezeigt. Die neue Studie untersuchte erstmals systematisch, ob die verbliebenen Nerven noch funktionsfähig sind und welche Auswirkungen eine mögliche Funktionsstörung hat. Das internationale Team um Prof. Mª Carmen Acosta und Prof. Juana Gallar verglich Kinder und…






