Cyberangriff auf Unimed: Daten von rund 100.000 Uniklinik-Patienten gestohlen
Berlin (LabNews Media LLC) – Bei einem Cyberangriff auf den saarländischen Abrechnungsdienstleister Unimed sind bundesweit die Daten von schätzungsweise 100.000 Patientinnen und Patienten deutscher Universitätskliniken entwendet worden. Der Angriff ereignete sich bereits Mitte April 2026, das volle Ausmaß wurde jedoch erst im Mai bekannt. Betroffen sind ausschließlich Privatversicherte, Personen mit privater Zusatzversicherung sowie Selbstzahler, deren Abrechnungen über Unimed abgewickelt wurden. Reine Kassenpatienten ohne Zusatzleistungen sind nicht betroffen. Die meisten Fälle betreffen Patienten der Universitätskliniken in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Besonders stark betroffen sind: In der Mehrzahl der Fälle wurden Stammdaten wie Namen, Adressen, Geburtsdaten und Behandlungszeiträume erbeutet. In mehreren Tausend Fällen gelangten den Angreifern jedoch auch Rechnungsdaten, Diagnosecodes und konkrete Behandlungsdetails in die Hände. In einer sehr geringen Zahl von Fällen wurden auch Bank- und Zahlungsdaten gestohlen. Die Täter versuchten zunächst, die Server zu verschlüsseln und Lösegeld zu erpressen. Da dieser…










