Neue Erkenntnisse zur Wirkungsweise eines Parkinson-Wirkstoffs ebnen Weg für gezielte Therapien
Die Forschungsgruppe um Malte Gersch am Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie in Dortmund hat die Wirkungsweise eines vielversprechenden Wirkstoffs gegen Parkinson und chronische Niereninsuffizienz entschlüsselt. Durch innovative Protein-Ingenieurskunst konnte das Team die Interaktion eines Hemmstoffs mit dem mitochondrialen Protein USP30 aufklären, das eine zentrale Rolle bei der Parkinson-Erkrankung spielt. Diese Erkenntnisse legen den Grundstein für die Entwicklung gezielter Therapien gegen neurodegenerative Erkrankungen und andere Krankheitsbilder. Parkinson ist die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung nach Alzheimer und führt durch den Verlust von Nervenzellen im Hirnstamm zu einem Mangel des Botenstoffs Dopamin. Typische Symptome sind zitternde Bewegungen und verminderte Muskelkraft. Eine ursächliche Behandlung gibt es bisher nicht, lediglich symptomatische Therapien sind verfügbar. Die Forschung setzt daher auf neue Wirkstoffe, die geschädigte Nervenzellen regenerieren und den Zellverlust stoppen könnten. Ein vielversprechender Ansatzpunkt ist die Qualitätskontrolle der Mitochondrien, der zellulären Kraftwerke, die besonders für die energieintensiven Nervenzellen…
