Kinder mit Schlafapnoe haben doppelt so hohes Risiko für Influenza und COVID-19
Kinder mit obstruktiver Schlafapnoe (OSA) erkranken etwa doppelt so häufig an Influenza oder COVID-19 wie Kinder ohne diese Schlafstörung – unabhängig von Alter oder Gewicht. Das ergab eine fünfjährige Studie mit über einer Million Kindern im Alter von 2 bis 18 Jahren, die im Journal of Clinical Sleep Medicine veröffentlicht wurde. Selbst nach einer Adenotonsillektomie (Entfernung von Mandeln und Rachenmandeln) bleibt das erhöhte Infektionsrisiko bestehen. Das Forschungsteam um Dr. Alex Gileles-Hillel und Dr. Joel Reiter von der Hebräischen Universität Jerusalem und dem Hadassah Medical Center sowie Dr. David Gozal von der Marshall University nutzte die globale TriNetX-Gesundheitsdatenbank. Die Analyse zeigte: Die Autoren führen die erhöhte Anfälligkeit auf eine langfristige Dysregulation des angeborenen und adaptiven Immunsystems zurück, die durch die wiederholten Sauerstoffabfälle und Schlafstörungen bei OSA entsteht. Dr. Gileles-Hillel betonte, diese Immunveränderungen könnten sowohl die erhöhte Infektionsanfälligkeit als auch schwerere Krankheitsverläufe…
