Zu wenig Schlaf erhöht Vorhofflimmern-Risiko bei Berufstätigen in den 50ern
Zu kurzer Schlaf ist bei Menschen im Alter um die 50 Jahre mit einem deutlich höheren Risiko für Vorhofflimmern (atrial fibrillation, AF) verbunden. Das zeigt eine multizentrische Studie japanischer Forscher unter Leitung der Kumamoto University. Bei Personen im Rentenalter um die 70 Jahre konnte hingegen kein signifikanter Zusammenhang festgestellt werden. Die Untersuchung nutzte eine objektive Methode: Eine Woche lang trugen die Teilnehmer ein Holter-EKG mit integriertem Beschleunigungssensor, das Schlaf und Herzrhythmus kontinuierlich im Alltag erfasste. Analysiert wurden anonymisierte Daten von 36.363 Personen in den 50ern und 70ern – mit und ohne Vorhofflimmern. Bei den 50-Jährigen – dem typischen Höhepunkt der Berufstätigkeit – ging jede zusätzliche Schlafdauer-Minute mit einer messbaren Senkung des AF-Risikos einher. Kürzerer Schlaf war signifikant mit einem höheren Risiko assoziiert. Bei den 70-Jährigen fehlte ein klarer Zusammenhang. Längerer Schlaf reduzierte das Risiko generell, übermäßig langer Schlaf brachte jedoch…
