Maul- und Klauenseuche in Ungarn: Erster Fall seit über 50 Jahren
Budapest, 5. April 2025 – In Ungarn ist erstmals seit 1973 die Maul- und Klauenseuche (MKS) ausgebrochen. Der bestätigte Fall ereignete sich in einem Rinderbetrieb im Dorf Kisbajcs im Nordwesten des Landes, nahe der Grenze zur Slowakei und etwa 50 Kilometer von Österreich entfernt. Das meldete das ungarische Landwirtschaftsministerium am 7. März 2025. Der betroffene Betrieb umfasst rund 1.400 Rinder, bei denen Anfang März typische Symptome wie Fieber, Blasenbildung an Maul und Klauen sowie Lahmheit auftraten. Nach der Bestätigung des Virus durch das Nationale Amt für Lebensmittelsicherheit wurden sofort drastische Maßnahmen ergriffen: Der gesamte Bestand wurde gekeult, der Hof abgeriegelt und eine Sperrzone eingerichtet. Diese Zone erstreckt sich bis in die Slowakei und umfasst ein Transportverbot für empfängliche Tierarten wie Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen sowie deren Erzeugnisse. Die Infektionsquelle ist bislang unklar. Die ungarischen Behörden führen umfangreiche epidemiologische Untersuchungen…
