Epigenetik sichert die Funktion der Plazenta
Ist die Entwicklung von Blutgefäßen in der Plazenta gestört, kann es zu Wachstumsverzögerungen des Fötus kommen. Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg haben herausgefunden, dass die korrekte Entwicklung funktionsfähiger Blutgefäße in der Mäuseplazenta epigenetisch gesteuert wird: Verantwortlich dafür ist ein Enzym, das über Methylgruppen die Genaktivität verändert. Die Forscher beobachteten zudem einen Zusammenhang zwischen einem Mangel dieser „Methyltransferase“ und einer bekannten Schwangerschaftskomplikation. Bei allen weiblichen Säugetieren, einschließlich des Menschen, wird der wachsende Fötus in der Gebärmutter über die Plazenta versorgt. Über dieses temporäre Organ ist der Fötus mit dem Blutkreislauf der Mutter verbunden, erhält Nährstoffe und Sauerstoff und scheidet Abfallprodukte aus. Bei einer Plazentainsuffizienz wird die Plazenta nicht ausreichend durchblutet und der Stoffaustausch zwischen Plazenta und Fötus funktioniert nicht richtig. Dadurch wird die Versorgung des Fötus gefährdet. In der Regel ist hierfür eine…
