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Epigenetik sichert die Funktion der Plazenta

Ist die Entwicklung von Blutgefäßen in der Plazenta gestört, kann es zu Wachstumsverzögerungen des Fötus kommen. Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg haben herausgefunden, dass die korrekte Entwicklung funktionsfähiger Blutgefäße in der Mäuseplazenta epigenetisch gesteuert wird: Verantwortlich dafür ist ein Enzym, das über Methylgruppen die Genaktivität verändert. Die Forscher beobachteten zudem einen Zusammenhang zwischen einem Mangel dieser „Methyltransferase“ und einer bekannten Schwangerschaftskomplikation. Bei allen weiblichen Säugetieren, einschließlich des Menschen, wird der wachsende Fötus in der Gebärmutter über die Plazenta versorgt. Über dieses temporäre Organ ist der Fötus mit dem Blutkreislauf der Mutter verbunden, erhält Nährstoffe und Sauerstoff und scheidet Abfallprodukte aus. Bei einer Plazentainsuffizienz wird die Plazenta nicht ausreichend durchblutet und der Stoffaustausch zwischen Plazenta und Fötus funktioniert nicht richtig. Dadurch wird die Versorgung des Fötus gefährdet. In der Regel ist hierfür eine… 

Siemens erwägt Reduzierung seiner Healthineers-Beteiligung

Der Siemens-Konzern prüft aktuell eine Reduzierung seiner Mehrheitsbeteiligung an der Medizintechnik-Tochter Siemens Healthineers. Die Muttergesellschaft Siemens hält derzeit noch einen Anteil von rund 75 Prozent an dem Erlanger Unternehmen[14]. Die mögliche Reduzierung der Beteiligung wäre ein weiterer Schritt in der kontinuierlichen Neuausrichtung des Siemens-Konzerns. Seit dem Börsengang von Healthineers im Jahr 2018 hat sich die einstige Gesundheitssparte sehr erfolgreich entwickelt. Der Aktienkurs stieg von ursprünglich 29,10 Euro auf zeitweise über 37 Euro, was einer Wertsteigerung von mehr als 25 Prozent entspricht[4]. Siemens Healthineers hat sich in den vergangenen Jahren durch wichtige Übernahmen strategisch verstärkt. Besonders hervorzuheben ist dabei die Akquisition des US-Unternehmens Varian für 16,4 Milliarden US-Dollar, die Anfang 2021 abgeschlossen wurde[14]. Das Unternehmen befindet sich aktuell in der dritten Phase seiner „Strategie 2025“ und strebt für die Geschäftsjahre 2023 bis 2025 ein beschleunigtes Umsatzwachstum von 6 bis 8 Prozent… 

ePA: Lauterbach ignoriert Bedenken von 28 zivilrechtlichen Organisationen

In einem offenen Brief warnen zahlreiche zivilgesellschaftliche Organisationen vor einem verfrühten Roll-out der elektronischen Patient*innenakte ePA und bieten ihre Hilfe an, um Schwierigkeiten auszuräumen. Unterzeichnet haben den Brief unter anderem der Verbraucherzentrale Bundesverband, der Chaos Computer Club sowie die Deutsche Aidshilfe. Die ePA startet morgen in einigen Modellregionen. Startklar ist sie aber noch lange nicht: Jüngst zeigten Hacker bei einer Tagung des Chaos Computer Clubs, wie Unbefugte über einen einzigen Praxiscomputer die ePA-Daten aller 73 Millionen gesetzlich Versicherter hätten abgreifen können. „Die ePA enthält äußerst sensible Daten. Das System darf nicht bundesweit an den Start gehen, bevor Sicherheitslücken geschlossen und Bedenken ausgeräumt sind“, sagt Winfried Holz vom Vorstand der Deutschen Aidshilfe. „Der Hinweis der unabhängigen IT-Fachleute zeigt, wie wichtig es ist, die Kompetenz zivilgesellschaftlicher Organisationen in die Entwicklung der ePA einzubeziehen, um Lücken zu schließen und Probleme zu beheben. So kann auch… 

Eintrittsweg des Semliki Forest-Virus in das Gehirn aufgedeckt

In einer aktuellen Studie zeigen Forscher der Universität Uppsala, dass das Semliki Forest-Virus in das zentrale Nervensystem eindringt, indem es zunächst in die Liquorflüssigkeit gelangt und sich dann an einen bestimmten Zelltyp bindet, bevor es tiefer in das Gehirn eindringt. Diese Erkenntnis könnte möglicherweise genutzt werden, um das Semliki Forest-Virus als Mittel zur Behandlung von Hirntumoren zu entwickeln. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht. Das Semliki Forest Virus wurde ursprünglich aus Moskitos im Semliki Forest in Uganda isoliert, daher der Name. Nach einer systemischen Infektion durch Mückenstiche verursacht das Semliki Forest-Virus eine leichte Virämie im Blut, bevor es seinen Weg zum zentralen Nervensystem findet, wo es Neurotoxizität verursachen kann.Die Virologie ist seit langem auf der Suche nach der Art und Weise, wie das Semliki Forest-Virus in das Gehirn eindringt, aber es wurde vermutet, dass dies über die… 

Saliva activates coagulation in persons with haemophilia A

A recent study led by MedUni Vienna provides new insights into the mechanisms of coagulation in persons with haemophilia A, the most common form of haemophilia. The research team was able to show that saliva contains special vesicles that trigger rapid coagulation of the blood of haemophilic patients. The results, which were recently published in the renowned scientific journal „Blood“, contribute significantly to a better understanding of the disease. Haemophilia is a hereditary blood disorder characterised by a deficiency of certain coagulation factors, which can lead to life-threatening bleeding if left untreated. Why haemophilia A (with factor VIII deficiency) often leads to joint bleeding, but rarely to mucosal bleeding, was previously unclear. In search of an explanation, the scientific team led by Johannes Thaler and Cihan Ay (Clinical Division of Hematology and Hemostaseology, Department of Medicine I, MedUni Vienna) and… 

Suvoda und Greenphire fusionieren

Suvoda, ein globales Technologieunternehmen für klinische Studien, das sich auf Lösungen für Randomisierung, Versorgungsmanagement von Studien, Einwilligungen und die Datenerfassung von Patientenergebnissen für komplexe, lebenserhaltende Studien spezialisiert hat, und Greenphire, ein führender Anbieter von Zahlungs-, Finanzmanagement- und Patientenunterstützungs-Tools für klinische Studien, haben sich auf eine Fusion geeinigt. Durch den Zusammenschluss werden zwei sich ergänzende Technologieführer im Bereich klinischer Studien mit einer gemeinsamen Leidenschaft und einer ausgewiesenen Erfolgsbilanz bei der Schaffung eines nahtloseren klinischen Studienerlebnisses für Patienten, Standorte und Sponsoren vereint. Durch die Zusammenführung der bewährten, marktführenden Angebote von Suvoda und Greenphire wird eine leistungsstarke End-to-End-Plattform geschaffen, die Patienten bei klinischen Studien unterstützt und dazu beiträgt, Medikamente zu denjenigen zu bringen, die sie am dringendsten benötigen. Darüber hinaus wird das umfassende Produktportfolio patientenorientierte Lösungen bereitstellen, darunter Randomisierung und Management von Studienmaterial, eConsent, eCOA, Patienten- und Fördermittelzahlungen, Studienbudgetierung sowie Reise und Logistik… 

Start des russischen Biosatelliten Bion-M für 25. März geplant

Der Start der Raumsonde, die 75 Mäuse und 1.500 Drosophila-Fliegen sowie Pflanzen und Mikroorganismen in den Weltraum bringen sollte, war ursprünglich für den 1. September 2024 geplant. Der Biosatellit Bion-M-2, dessen Start für den 25. März 2025 geplant ist, wird der erste von fünf Raumfahrzeugen sein, die vom russischen Raketen- und Raumfahrtzentrum Progress (RSC, Teil von Roscosmos) gebaut wurden und nächstes Jahr in die Umlaufbahn gebracht werden sollen, sagte der CEO des Unternehmens, Dmitry Baranov. Bion ist eine Serie von inländischen Satelliten, die sich auf biologische Forschung konzentrieren. Insbesondere wollen Wissenschaftler die Auswirkungen der kosmischen Strahlung und der Schwerelosigkeit auf lebende Organismen untersuchen. Mäuse sind das Hauptforschungsobjekt im Rahmen der Bion-M-Projekte. Ein Bion-Biosatellit soll auch Fliegen, Pflanzen und Mikroorganismen in die Umlaufbahn bringen. Das erste ähnliche Raumschiff namens Cosmos-605 wurde 1973 gestartet. 2013 wurde das erste Raumschiff der Bion-M-Serie in… 

Europa bereitet sich auf möglichen WHO-Austritt der USA vor

Eine Woche vor Donald Trumps Wiedereinsetzung ins Präsidentenamt wächst in Europa die Sorge vor einem möglichen Austritt der USA aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO)[1]. Die Befürchtungen sind nicht unbegründet – bereits 2020 hatte Trump während seiner ersten Amtszeit einen WHO-Austritt angekündigt[1]. Finanzielle Auswirkungen Das WHO-Budget für 2024-2025 beträgt 6,83 Milliarden US-Dollar, wovon die USA derzeit mit über 14 Prozent den größten Anteil beisteuern[1]. Die EU-Kommission und EU-Mitgliedstaaten leisten zwar gemeinsam einen höheren Beitrag, dennoch würde ein US-Austritt ein erhebliches Finanzierungsloch hinterlassen[1]. Politische Dimension Die Trump-Administration wirft der WHO Versagen bei der Pandemie-Bekämpfung vor und fordert den Nachweis ihrer Unabhängigkeit von China[1]. Die Aussichten auf eine Änderung dieser Position erscheinen gering, zumal Trump Impfgegner für wichtige Gesundheitsposten nominiert hat[1]. Europäische Reaktion Die EU-Kommission versichert, gut vorbereitet zu sein und will die WHO-Finanzierung im Rahmen ihrer Möglichkeiten sicherstellen[1]. Allerdings wurde das EU-eigene Gesundheitsprogramm… 

Opioide und Methamphetamin raffen US-Amerikaner dahin

Einer neuen Studie zufolge ist die Zahl der Todesfälle durch Methamphetamin in den USA von 1999 bis 2021 um das 61-fache gestiegen, was auf eine wachsende Sucht- und Gesundheitskrise hinweist. Eine Betrachtung der Geschlechterverteilung dieser Todesfälle könne die Schadensminderungsbemühungen und die Ergebnisse für suchtkranke Patienten verbessern, sagt Andrew Yockey, Assistenzprofessor für öffentliche Gesundheit an der University of Mississippi und Co-Autor der Studie.  Obwohl Männer insgesamt eine höhere Sterberate im Zusammenhang mit Methamphetamin aufweisen, nimmt die Zahl der Todesfälle bei Frauen stetig zu. Zwischen 1999 und 2021 stieg die Zahl der Todesfälle bei Männern im Zusammenhang mit Methamphetamin um den Faktor 58,8. Die Zahl der Todesfälle bei Frauen stieg um den Faktor 65,3, wodurch sich die Lücke bei der Gesamtzahl der Todesfälle pro Jahr im Zusammenhang mit dieser Substanz verringerte. Der stärkste Anstieg habe zwischen 2019 und 2021 stattgefunden, was teilweise… 

Deutschland-Downgrade: Physician Assistants sollen Hausärzte ersetzen

Deutschland übt den Downgrade in der Medizinversorgung: Physician Assistants durchlaufen einen 6- bis 8-semestrigen medizinnahen Bachelor-Studiengang und übernehmen delegierbare ärztliche Aufgaben. „Das Berufsbild des Physician Assistant ist in Deutschland zwar noch wenig bekannt, wird jedoch von Fachleuten zunehmend als wichtige Ergänzung in der medizinischen Versorgung angesehen“, sagt Prof. Dr. Jürgen in der Schmitten, Leiter des Instituts für Allgemeinmedizin am Universitätsklinikum Essen. In dem neuen Projekt PAAM, das eine Laufzeit von 45 Monaten hat, wird eine cluster-randomisierte Studie in 24 Interventions- und 28 Kontrollpraxen in Westfalen-Lippe und Schleswig-Holstein durchgeführt. Es wird untersucht, welchen Beitrag PAs in der hausärztlichen Versorgung leisten und wie Kooperationen von PAs und Hausärzt:innen bestmöglich unterstützt werden können. Dabei werden Patient:innensicherheit und Versorgungsqualität sowie Auswirkungen auf Versorgungskapazitäten, Ärzt:innen- und Patient:innenzufriedenheit und Effizienz evaluiert. Die Mediziner:innen möchten herausfinden, wo die Potenziale von PAs in der hausärztlichen Versorgung liegen und…