Kongo: Ohne Labormedizin kommt Krankheit X
Die Situation im Südwesten der Demokratischen Republik Kongo spitzt sich weiter zu. Nach aktuellen Angaben des Gesundheitskrisenzentrums ist die Zahl der Erkrankten auf 394 Menschen gestiegen[1]. Die mysteriöse Krankheit, die seit dem 24. Oktober in der Region Panzi grassiert, hat bereits über 140 Menschen das Leben gekostet, wobei die genauen Todeszahlen umstritten sind[5]. Besonders alarmierend ist die hohe Betroffenheit von Kindern: 40 Prozent der Erkrankten sind Kinder unter fünf Jahren[3]. In der Region Panzi sind mehr als 60 Prozent der Kinder unterernährt, was die Situation zusätzlich verschärft[3]. Die Verzögerung bei den Laborergebnissen hat mehrere Ursachen: Das Krisenteam vor Ort ist mit nur zwei Epidemiologen deutlich unterbesetzt[4]. Bis Freitag wurden lediglich elf Proben von Erkrankten entnommen, die innerhalb von 48 Stunden analysiert werden müssen[4]. Die schlechte Infrastruktur und das mangelhafte Straßennetz erschweren den Transport der Proben zum Zentrallabor in Kinshasa erheblich[5].…

