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Pflege-Report 2024: Alarmierende Trends in Deutschland

Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) hat in seinem Pflege-Report 2024 deutliche regionale Unterschiede bei der Entwicklung der Pflegebedürftigkeit zwischen 2017 und 2023 festgestellt[1]. Während der bundesweite Durchschnitt einen Anstieg von 57 Prozent verzeichnete, schwankte die Zunahme regional zwischen 37,1 und 143,8 Prozent. Regionale Verteilung Die höchsten Anteile an Pflegebedürftigen wurden 2023 in Ostdeutschland, Nordrhein-Westfalen, Hessen und im Saarland mit 9,1 bis 17,1 Prozent registriert[1]. Bayern und Baden-Württemberg wiesen dagegen mit unter 5,7 Prozent die niedrigsten Raten auf. Bemerkenswert ist, dass die Entwicklung nicht allein durch die Alterung der Gesellschaft erklärt werden kann. In 396 von 400 Landkreisen lag die tatsächliche Anzahl der Pflegebedürftigen über den demographischen Erwartungen. Der demographische Wandel allein hätte nur einen Anstieg von 21 Prozent erwarten lassen. Unterschiedliche Inanspruchnahme von Leistungen Auch bei der Art der genutzten Pflegeleistungen zeigen sich deutliche regionale Unterschiede: Im Westen Deutschlands… 

Kompetenznetz Maligne Lymphome (KML) stellt Berichte online

Heute endete das 66. Meeting der American Society of Hematologie (ASH). Der weltweit wichtigste Kongress zu hämatologischen Erkrankungen fand vom 07-10. Dezember 2024 in San Diego (USA) statt. In der Reihe LymphomKompetenz KOMPAKT stellen zehn ausgewiesene Expertinnen und Experten die wichtigsten Highlights zu verschiedenen Lymphom- & Leukämie-Erkrankungen in kompakten Videoberichten vor. Die Kongressberichte finden Sie im KML-Videoportal: https://lymphome.de/ash2024 Im Mittelpunkt der Kongressberichte stehen aktuelle Forschungsergebnisse und neue Standards der klinischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit lymphatischen Neoplasien. Folgende Beiträge finden Sie auf den Internetseiten des Kompetenznetzes Maligne Lymphome e.V. (KML): •        Grußwort & Kongresshighlights | M. Hallek, KÖLN •        Chronische lymphatische Leukämie (CLL) | B. Eichhorst, KÖLN •        Morbus Waldenström (WM) & Marginalzonen-Lymphom (MZL) | C. Buske, ULM •        Follikuläres Lymphom (FL) | K. Hübel, KÖLN •        Mantelzell-Lymphom (MCL) | M. Dreyling, MÜNCHEN •        ZNS-Lymphome (ZNSL) | S. Habringer,… 

Zusammenhang zwischen Metallwerten im Urin und Fettleibigkeit bei Kindern

Forscher des Granada Biosanitary Research Institute (ibs.GRANADA) und der Universität von Granada haben positive und negative Zusammenhänge zwischen der Belastung durch eine Kombination verschiedener Metalle und Übergewicht und Fettleibigkeit bei Kindern festgestellt. Die Arbeit zeigt, dass einige Metalle wie Blei, Cadmium und Arsen mit einem höheren Risiko für Übergewicht und Fettleibigkeit verbunden sind, während andere wie Molybdän, Chrom und Kobalt eine schützende Wirkung haben könnten. Diese Erkenntnisse eröffnen neue Perspektiven für das Verständnis, wie sich chemische Umweltschadstoffe auf die Gesundheit von Kindern auswirken. Die Studie untersucht, wie die Belastung durch eine Kombination verschiedener Metalle Übergewicht und Fettleibigkeit bei Kindern beeinflussen kann. Diese Probleme der öffentlichen Gesundheit betreffen immer mehr Kinder auf der ganzen Welt und stehen wiederum mit der langfristigen Entwicklung weit verbreiteter chronischer Krankheiten in Zusammenhang. Diese Studie untersuchte, wie die Belastung durch diese Metalle, die über Lebensmittel, Wasser… 

Zwei Arten von Fettlebererkrankungen enthüllt

Forscher am Karolinska Institutet und der Universität Göteborg haben zwei Arten von metabolisch bedingter Fettlebererkrankung identifiziert – eine leberspezifische Art und eine systemische Art, die andere Organe und Gewebe befällt. Die Entdeckung könnte zu einer verbesserten Diagnose und Behandlung dieser wachsenden Patientengruppe führen. Zwei Studien wurden direkt hintereinander in Nature Medicine veröffentlicht . Die mit einer metabolischen Dysfunktion verbundene steatotische Lebererkrankung (MASLD) ist durch eine übermäßige Ansammlung von Fett in der Leber gekennzeichnet, die zu schweren Leberschäden wie Zirrhose und Leberkrebs führen kann. MASLD wird durch Übergewicht und Fettleibigkeit verursacht und stellt weltweit eine große und zunehmende Belastung dar. Schätzungsweise lebt jeder vierte Erwachsene weltweit mit MASLD, aber die meisten Menschen wissen nichts davon, weil die Erkrankung erst in einem fortgeschrittenen Stadium symptomatisch wird. Forscher am Karolinska Institutet und der Universität Göteborg in Schweden haben jetzt zwei unterschiedliche Arten von… 

Starlab Space kommt in Switzerland Innovation Park Zurich

Mit Starlab Space lässt sich ein grosses Unternehmen der privaten Raumfahrt im Switzerland Innovation Park Zurich nieder. Die Partner Airbus, Voyager, Mitsubishi und MDA Space widmen sich dem Bau und Betrieb einer kommerziellen Raumstation. Sie soll nach 2030 die Nachfolge der ISS antreten. Die Greater Zurich Area wird zu einem europäischen Zentrum der […] Starlab Space kommt in Switzerland Innovation Park Zurich

Neue Leitlinien für Borderline-Persönlichkeitsstörung veröffentlicht

Die American Psychiatric Association (APA) hat heute eine aktualisierte  Praxisleitlinie für die Behandlung von Patienten mit Borderline-Persönlichkeitsstörung veröffentlicht . Die Leitlinie enthält Empfehlungen zur evidenzbasierten Beurteilung, Behandlungsplanung sowie zu psychosozialen Interventionen und pharmakotherapeutischen Behandlungen. Die Borderline-Persönlichkeitsstörung gehört zu den Persönlichkeitsstörungen und betrifft 1,4 bis 2,7 % der US-Bevölkerung. Sie beinhaltet ein Muster von Instabilität in persönlichen Beziehungen, intensiven Emotionen, einem schlechten Selbstbild und Impulsivität. Sie beginnt typischerweise in der Adoleszenz oder im frühen Erwachsenenalter und kann viele Jahre andauern. Trotz früherer Erkenntnisse über die Störung kann sie jedoch nachlassen und die Symptome können gelindert und behandelt werden. Trotz der lebenslangen Belastung und der psychosozialen Beeinträchtigung, die mit der Borderline-Persönlichkeitsstörung einhergehen, sind evidenzbasierte Behandlungen oft nicht verfügbar und es bestehen weiterhin Fehleinschätzungen. Diese Leitlinie soll die Qualität der Versorgung von Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung verbessern, indem sie Klinikern Wissen und Verständnis für… 

Biomaterialien zur Regeneration des Nervensystems gehen an den Start

Die Carl-Zeiss-Stiftung fördert ein Forschungsprojekt zur Regeneration des Nervensystems an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) mit sechs Millionen Euro. Im neuen Projekt „Interactive Biomaterials for Neural Regeneration“ (InteReg) arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Neurobiologie, Neuroimmunologie, Chemie und Polymerforschung zusammen, um präzisionsgefertigte synthetische Biomaterialien zur Behandlung neurologischer Erkrankungen zu entwickeln. „Wir werden interaktive Biomaterialien herstellen, die die Zellen des zentralen Nervensystems anweisen, sich nach einer traumatischen Verletzung des Gehirns oder des Rückenmarks sowie bei Erkrankungen wie Multipler Sklerose zu regenerieren“, erklärt Projektkoordinatorin Prof. Dr. Claire Jacob vom Fachbereich Biologie der JGU. Zu den Kooperationspartnern zählen das Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPI-P) und das Leibniz-Institut für Resilienzforschung (LIR), beide ebenfalls in Mainz ansässig. InteReg wird ab Januar 2025 für fünf Jahre gefördert.

Neue Biomarker für Hodenkrebs: Ein Durchbruch in der Diagnose

Die Identifizierung und Überwachung von Hodentumoren steht vor einem bedeutenden Durchbruch. Während die klassischen Tumormarker AFP, ßHCG und LDH seit Jahren als Standard gelten, weisen diese trotz hoher Spezifität von 90% eine relativ geringe Sensitivität auf1. Revolutionäre microRNA-Marker Der vielversprechendste neue Biomarker ist microRNA-371a-3p (miR371), der sich durch deutlich höhere Sensitivität und Spezifität als die klassischen Serummarker auszeichnet3. Bei nicht-seminomatösen Keimzelltumoren erreicht miR371 eine Sensitivität von 100%, selbst bei Tumoren unter 10 Millimeter Größe. Bei Seminomen variiert die Sensitivität je nach Tumorgröße zwischen 59% und 77%3. Proteomische Ansätze Die Proteomforschung hat weitere potenzielle Biomarker identifiziert. Besonders relevant sind sechs neu charakterisierte Krebs/Hoden-Gene, darunter TMPRSS12, TPPP2 und PRSS551. Eine wegweisende Serum-Proteomik-Studie konnte 138 spezifische Proteinprofile identifizieren, die eine Unterscheidung zwischen Tumor- und Nicht-Tumor-Proben ermöglichen1. Zirkulierende Tumor-DNA Auch zirkulierende Tumor-DNA (ctDNA) zeigt vielversprechende Ergebnisse mit einer Sensitivität von 88% und einer Spezifität von 97%4. Diese… 

Gene des Alterns: Wie der zirkadiane Rhythmus die Genaktivität verändert

Gene, die den zirkadianen Rhythmus regulieren, zeigen im Alter eine deutlich andere Ausprägung als in jüngeren Jahren. Diese biologische Funktion scheint im Kern vieler Alterungsprozesse zu liegen, wie eine Studie der Universitätsmedizin Halle, veröffentlicht in der Zeitschrift Aging Cell, nahelegt. Die Untersuchung analysierte mithilfe von künstlicher Intelligenz die Genaktivität bei Mäusen verschiedenen Alters. Dies könnte zu neuen therapeutischen Ansätzen führen, um den Alterungsprozessen entgegenzuwirken. Das Altern wird durch externe Umweltfaktoren, den Lebensstil und die genetischen Informationen der Eltern (Gene) beeinflusst, sowie durch die Art und Weise, wie diese Gene sich manifestieren: Alle Prozesse im Körper werden von Genen und ihren Produkten reguliert. Die genetische Information wird zuerst übersetzt und repliziert, bevor beispielsweise funktionstüchtige Proteine hergestellt werden können. Durch die Untersuchung der Variationen in der Menge dieser Genprodukte kann man Veränderungen im Körper nachvollziehen.. „Gerade in der Alternsforschung, wo unzählige zelluläre… 

Credits: LabNews Media LLC.

Nationaler Strategieplan Labormedizin der DGKL verständlich erklärt

Er soll die Labormedizin und damit das gesamte Gesundheitssystem in Deutschland gegen Sabotageakte, kommende Pandemien und Cyberangriffe schützen: Der Nationale Strategieplan Labormedizin der Deutschen Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL). LabNews hat sich das Papier im Detail angeschaut – und bewertet es als disruptive Wende in der Sicherheitsarchitektur der kritischen Infrastrukturen des Landes. „Fakt ist, dass Labore als absolut kritische Infrastruktur besser geschützt werden müssen“, erklärt dazu Jan Wolter, Bevollmächtigter des DGKL-Präsidiums. Dieser Schutz müsse finanziert werden, wodurch die Labore zusätzliche Mittel benötigten. Eine Möglichkeit wäre die Einführung eines sogenannten Cyber-Cent: die Vergütung der einzelnen Laborleistung plus jeweils einen Centbetrag. „Das wäre eine einfache und unbürokratische Möglichkeit“, meint Wolter. Zudem müsse der Cyber-Cent nicht zwingend direkt an die Labore gehen, sondern könne auch in einen Cyber-Security-Investitionsfond fließen. Ein weiterer Kernpunkt des Papiers ist die systematische Einbindung der Labormedizin in nationale…