Die Bedeutung der Nierenfunktionswerte in der modernen Labordiagnostik
Die präzise Bestimmung der Nierenfunktion ist ein essentieller Bestandteil der klinischen Labordiagnostik. Die glomeruläre Filtrationsrate (GFR) stellt dabei den wichtigsten Parameter zur Beurteilung der Nierenfunktion dar. Etablierte Biomarker Kreatinin und eGFR Der Kreatinin-Wert im Serum ist nach wie vor der am häufigsten verwendete Marker. Die daraus berechnete geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (eGFR) ermöglicht eine standardisierte Beurteilung der Nierenfunktion[1]. Als Normwert gilt eine eGFR von über 90 ml/min/1,73m², wobei die Werte altersabhängig physiologisch abnehmen[6]. Referenzwerte nach Altersstufen: | Alter (Jahre) | Durchschnittliche eGFR ||—————|———————-|| 20-29 | 116 || 30-39 | 107 || 40-49 | 99 || 50-59 | 93 || 60-69 | 85 || 70+ | 75 | Moderne Diagnostische Ansätze Cystatin C Als innovativer Biomarker hat sich Cystatin C etabliert. Im Vergleich zu Kreatinin wird es nicht durch die Muskelmasse beeinflusst und zeigt eine stärkere Korrelation mit kardiovaskulären Outcomes[1]. Die Kombination…




