Der neue Präsident des Weltärztebundes, Dr. Ashok Philip, hat Ärzte weltweit dazu aufgefordert, sich stärker an der Entwicklung von Gesundheitspolitik und Reformen des Gesundheitssystems zu beteiligen. Ziel sei es, die bestmögliche Versorgung der Patienten sicherzustellen und die berufliche Autonomie der Ärzte zu schützen[1]. In seiner Antrittsrede auf der Generalversammlung des Weltärztebundes in Helsinki betonte Dr. Philip die Notwendigkeit, dass sich die Ärzteschaft aktiv in die Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung einbringt. Auch wenn die Mitwirkung an Gesundheitspolitik zeitaufwendig sei, schütze sie langfristig die Patienten[1]. Bedrohung der ärztlichen Autonomie Dr. Philip, ein Facharzt für Innere Medizin aus Malaysia, warnte vor zunehmenden Bedrohungen der beruflichen Autonomie von Ärzten. Diese seien durch steigende Gesundheitskosten und eine höhere Lebenserwartung verschärft worden. Er definierte die ärztliche Autonomie als „die Freiheit, klinische Entscheidungen über die Versorgung einzelner Patienten zu treffen“ und bezeichnete sie als den am stärksten gefährdeten…