Zachary Sexton und Kollegen haben eine Designplattform entwickelt, mit der sich schnell Gefäßbäume generieren lassen, die anschließend biogedruckt und zur erfolgreichen Durchblutung lebender Gewebekonstrukte eingesetzt werden können. Die Plattform verbessert Design und Produktion komplexer Gefäßnetzwerke, die zukünftig für die Herstellung menschlicher Gewebe und Organe benötigt werden. Wie die Forscher anmerken, hat sich die Herstellung von Geweben mit mehreren Zelltypen in letzter Zeit verbessert. Doch so wie eine Stadt ein komplettes Netz an Hauptverkehrsstraßen, Nebenstraßen und Gassen benötigt, um den Verkehr bis in die entlegensten Winkel zu leiten, benötigen auch komplexe geometrische Gewebe und Organe ein Gefäßnetzwerk, das das Gewebe erreicht und ausreichend durchblutet – eine Designleistung, die für Forscher nach wie vor eine Herausforderung darstellt. Sexton et al. nutzten algorithmische Fortschritte, um ein synthetisches Toolkit zu entwickeln, das organübergreifende Baumnetzwerke innerhalb von Minuten generieren kann (eine 230-fache Beschleunigung gegenüber aktuellen Plattformgeschwindigkeiten) und Strömungsmuster und Drücke simulieren kann. Die Forscher erstellten rechnergestützte Gefäßnetzwerke für mehr als 200 konstruierte und anatomische Modelle. In einem Bioreaktor testeten die Forscher außerdem die Perfusion von 3D-biogedruckten Netzwerken, was die Zelllebensfähigkeit der gedruckten Gewebekonstrukte verbesserte.
Plattform entwirft Gefäßbäume im Organmaßstab für 3D-Biodruck
LabNews Media LLC
The Editors in Chief of labnews.ai are Marita Vollborn and Vlad Georgescu. They are bestselling authors, science writers and science journalists since 1994.More details about their writing on X-Press Journalistenbüro (https://xpress-journalisten.com).More Info on Wikipedia:About Marita: https://de.wikipedia.org/wiki/Marita_Vollborn About Vlad: https://de.wikipedia.org/wiki/Vlad_Georgescu
Ähnliche Beiträge
Neue Gentherapie-Plattform ermöglicht gezielte Hirnversorgung
US-Forscher haben eine Gentherapie-Plattform entwickelt, die es ermöglicht, therapeutische Gene gezielt und flächendeckend an Gliazellen im gesamten Gehirn zu bringen. Die Methode kombiniert gentechnisch veränderte…
Sensor in Tränenflüssigkeit soll neurologische Erkrankungen früh erkennen
Ein neu entwickelter elektrochemischer Sensor kann Dopamin in Tränenflüssigkeit nachweisen. Die Technologie könnte künftig eine nicht-invasive Möglichkeit bieten, Veränderungen bei neurologischen Erkrankungen wie der Parkinson-Krankheit…
Wirkstoff repariert DNA-Schäden in Alzheimer-Mausmodell
Ein bereits für andere Indikationen entwickelter Wirkstoff hat in einem Mausmodell für Alzheimer-Erkrankung DNA-Doppelstrangbrüche repariert und entzündliche Prozesse reduziert. Der Stoff KCL-286 aktiviert den Retinsäure-Signalweg…
