Washington (LabNews Media LLC) – Bei Krebspatienten in den USA sind sozioökonomische Benachteiligungen, ungesunde Lebensgewohnheiten und bestimmte Vorerkrankungen mit einem deutlich erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden. Das zeigt eine aktuelle Studie, die auf Daten der National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) basiert.
Die Untersuchung umfasste fast 100.000 Erwachsene, darunter über 5.500 Krebspatienten. Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören zu den häufigsten Todesursachen bei Krebsüberlebenden. Besonders stark erhöhten Faktoren wie Arbeitslosigkeit, niedriges Einkommen, fehlende private Krankenversicherung, Ernährungsunsicherheit und niedriger Bildungsstand das Risiko. Auch Rauchen, Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck und erhöhte Cholesterinwerte waren mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für Herz-Kreislauf-Ereignisse assoziiert.
Die Forscher verglichen die Ergebnisse mit einer gematchten Gruppe von Personen ohne Krebsdiagnose. Während Alter und Geschlecht in beiden Gruppen ähnliche Risikofaktoren darstellten, zeigten sich bei den Krebspatienten zusätzliche Belastungen durch sozioökonomische und lebensstilbedingte Faktoren.
Die Autoren betonen, dass die Ergebnisse auf Querschnittsdaten und Selbstangaben basieren und daher keine kausalen Schlussfolgerungen zulassen. Dennoch unterstreichen sie die Bedeutung einer ganzheitlichen Betrachtung, die neben medizinischen auch soziale und verhaltensbezogene Risikofaktoren berücksichtigt.
Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Cardiovascular Innovations and Applications veröffentlicht.
