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Symptom-Monitoring per Smartphone bei Chemotherapie

In einer japanischen Beobachtungsstudie erwies sich das wöchentliche elektronische Patienten-Reporting von Nebenwirkungen (ePRO) per eigener Smartphone-App bei ambulanten Chemotherapie-Patienten als praktikabel – auch bei älteren Erwachsenen. Die Response-Raten lagen bei 75–93 Prozent, die gesundheitsbezogene Lebensqualität zeigte keine Verschlechterung. Die Studie wurde in Frontiers in Digital Health veröffentlicht.

Hohe Akzeptanz bei älteren Patienten

28 Patienten (Durchschnittsalter 66,7 Jahre, 46 Prozent ?70 Jahre) mit überwiegend fortgeschrittenen Tumorerkrankungen nahmen an der einarmigen prospektiven Studie teil. Sie füllten über 12 Wochen wöchentlich standardisierte Fragebögen (PRO-CTCAE/CTCAE-basiert) über die App „Pocket Musubi“ auf der LINE-Plattform aus. Automatische Alerts wurden bei hohen Belastungswerten ausgelöst. Die wöchentlichen Rücklaufquoten blieben auch in der Gruppe der über 70-Jährigen stabil bei mindestens 75 Prozent.

Background

Elektronische Patientenberichte (ePRO) können Nebenwirkungen bei Krebsbehandlungen besser erfassen und die Kommunikation verbessern. Bisherige Studien nutzten meist studieneigene Geräte. Bring-your-own-device (BYOD)-Ansätze mit eigenen Smartphones sind in der Routineversorgung, insbesondere bei älteren Patienten mit potenziell geringerer eHealth-Kompetenz, bislang wenig untersucht.

Ergebnisse im Detail

Die häufigsten Alert-Auslöser waren Schmerzen, Taubheitsgefühle/Kribbeln, Hautausschläge und Fatigue. Die globale Gesundheitsstatus-Skala des EORTC QLQ-C30 stieg numerisch von 54,8 (Baseline) auf 63,4–63,5 Punkte nach 6 und 12 Wochen an; es zeigte sich keine relevante Verschlechterung. Die Nutzung der generierten Wochenberichte durch die behandelnden Ärzte war in der Studie gering.

Implications for practice

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass wöchentliches BYOD-basiertes ePRO-Monitoring mit standardisierten Instrumenten in der ambulanten Onkologie machbar ist – auch bei älteren Patienten, die regelmäßig Smartphones nutzen. Die hohe Akzeptanz spricht für eine breitere Implementierung. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Integration der Berichte in klinische Arbeitsabläufe und elektronische Patientenakten verbessert werden muss, damit die Daten tatsächlich genutzt werden.

Outlook

Weitere Studien mit längerer Beobachtungsdauer und stärkerer Einbindung der Behandler sind erforderlich. Die Autoren sehen Potenzial für BYOD-ePRO in der Routineversorgung, betonen jedoch die Notwendigkeit besserer Workflow-Integration, um den Nutzen für Patienten und Kliniker zu maximieren.

FAQ

Worum geht es in der Studie?
Prüfung der Machbarkeit eines wöchentlichen Smartphone-basierten Symptom-Monitorings (ePRO) bei ambulanten Chemotherapie-Patienten unter Verwendung eigener Geräte.

Wie hoch waren die Rücklaufquoten?
75–93 Prozent wöchentlich im Gesamtkollektiv, auch bei Patienten ab 70 Jahren stabil über 75 Prozent.

Welche Symptome lösten am häufigsten Alerts aus?
Schmerzen, Taubheitsgefühle/Kribbeln, Hautausschläge und Fatigue.

Wie entwickelte sich die Lebensqualität?
Numerische Verbesserung des globalen Gesundheitsstatus ohne relevante Verschlechterung über 12 Wochen.

Was sind die zentralen Schlussfolgerungen?
BYOD-basiertes ePRO-Monitoring ist in der Routine-Onkologie machbar, erfordert jedoch eine bessere Integration in klinische Arbeitsabläufe.

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The Editors in Chief of labnews.ai are Marita Vollborn and Vlad Georgescu. They are bestselling authors, science writers and science journalists since 1994.More details about their writing on X-Press Journalistenbüro (https://xpress-journalisten.com).More Info on Wikipedia:About Marita: https://de.wikipedia.org/wiki/Marita_Vollborn About Vlad: https://de.wikipedia.org/wiki/Vlad_Georgescu
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The Editors in Chief of labnews.ai are Marita Vollborn and Vlad Georgescu. They have been bestselling authors, science writers, and science journalists since 1994.More details about their writing at X-Press Journalistenbüro (https://xpress-journalisten.com).More Info on Wikipedia:About Marita: https://de.wikipedia.org/wiki/Marita_Vollborn About Vlad: https://de.wikipedia.org/wiki/Vlad_Georgescu