Washington – Die US-Gesundheitsbehörde Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS) stellt die Finanzierung geschlechtsangleichender Eingriffe und Behandlungen bei Kindern und Jugendlichen aus Bundesmitteln von Medicaid und CHIP ein. Die finale Regelung tritt am 13. Oktober 2026 in Kraft.
Betroffen sind Pubertätsblocker, gegengeschlechtliche Hormone und chirurgische Eingriffe. Die CMS begründet den Schritt mit unzureichender Evidenz für den klinischen Nutzen und mit dokumentierten Risiken wie Unfruchtbarkeit, Beeinträchtigung der sexuellen Funktion, verminderter Knochendichte und veränderter Hirnentwicklung. Die Entscheidung stützt sich auf eine Überprüfung nationaler und internationaler Studien durch das Gesundheitsministerium (HHS), darunter den britischen Cass-Report.
Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. erklärte, die Bundesregierung werde künftig keine Medicaid- und CHIP-Mittel mehr für Verfahren bereitstellen, die den geforderten Evidenzstandard nicht erfüllten. CMS-Administrator Mehmet Oz betonte, Kinder verdienten Schutz und keine experimentellen Interventionen mit potenziell irreversiblen Folgen.
Für bereits laufende Hormontherapien ist eine Übergangsfrist von bis zu sechs Monaten vorgesehen. Die Regelung betrifft ausschließlich die Bundesfinanzierung über Medicaid und CHIP. Die Versorgung mit psychischen Gesundheitsleistungen bleibt unberührt; die EPSDT-Bestimmungen von Medicaid und die entsprechenden CHIP-Vorschriften gelten weiter.
Die Maßnahme gilt nur für die Bundesmittel und lässt Regelungen der Bundesstaaten unberührt.
