New York – Waldbrandbedingte Feinstaubpartikel (PM2.5) sind nach zwei Studien der Icahn School of Medicine at Mount Sinai pro Expositionseinheit mit höheren Gesundheitsrisiken verbunden als PM2.5 aus anderen Quellen. Die Untersuchungen erschienen in Nature Communications und The Lancet Oncology.
In der einen Studie mit über 414.000 Lungenkrebspatienten ab 65 Jahren aus der SEER-Medicare-Datenbank war langfristige Exposition gegenüber Waldbrand-PM2.5 mit schlechterer Überlebensrate assoziiert. Obwohl Waldbrand-PM2.5 nur etwa 4 Prozent der gesamten PM2.5-Belastung ausmacht, trug es den Angaben zufolge zu rund 17 Prozent der damit verbundenen Sterblichkeit bei.
Die zweite Studie analysierte Krankenhausdaten aus 20 US-Bundesstaaten (2006–2019) mit mehr als 57 Millionen kardiovaskulären und nahezu 33 Millionen pulmonalen Hospitalisierungen. Langfristige Exposition gegenüber Waldbrand-PM2.5 war mit erhöhten Risiken für Herzinsuffizienz, ischämische Herzkrankheit, Hypertonie, Asthma, Pneumonie und COPD verbunden – stärker als bei vergleichbaren Mengen nicht-waldbrandbedingter PM2.5. Besonders betroffen waren laut den Autoren Minderheiten, Stadtbewohner und sozial benachteiligte Gruppen.
