Stanford (LabNews Media LLC) – Vier Forscher der Stanford Medicine haben Fördermittel der US-Gesundheitsbehörde ARPA-H erhalten. Wie die Universität am 30. September mitteilte, sollen die Projekte KI-Funktionen für bessere Behandlungsergebnisse und für die sichere Überwachung von KI im Gesundheitswesen entwickeln.
Ein Team unter Leitung von Roxana Daneshjou, Euan Ashley und Akshay Chaudhari erhält bis zu 14,9 Millionen US-Dollar. Es soll ein Überwachungssystem namens STEWARD für agentenbasierte KI-Systeme in der kardiovaskulären Versorgung entwickeln. Das dreistufige System soll KI-Systeme in Kliniken überwachen und den Behandlungsteams Berichte direkt vor Ort liefern. Nach Angaben der Forscher wäre es das erste System seiner Art, da bisher keine regulatorisch konforme Überwachung autonomer KI-Agenten im Gesundheitswesen existiere. Das Projekt ist Teil des ARPA-H-Programms ADVOCATE, das nach Angaben der Universität den ersten Versuch darstellt, ein von der US-Arzneimittelbehörde FDA autorisiertes klinisches KI-System zu entwickeln.
„Wir fühlen uns geehrt, zum ADVOCATE-Programm beizutragen“, sagte Daneshjou. „Unser Team wird KI-Überwachungswerkzeuge entwickeln, um sicherzustellen, dass autonome Agenten in klinischen Umgebungen sicher, transparent und rechenschaftspflichtig bleiben.“
Ein zweites Team unter Leitung von Purvesh Khatri erhält bis zu 41,4 Millionen US-Dollar für einen Teil des ARPA-H-Programms CIRCLE, das die Versorgungsqualität auf Intensivstationen verbessern soll. Die Forscher wollen einen KI-basierten digitalen Zwilling der Immunantwort von Patienten entwickeln, um Behandlungsergebnisse auf der Intensivstation vorherzusagen. Nach Angaben der Universität stehen für kritisch kranke Patienten wie bei Sepsis oder Trauma keine Echtzeit-Immunwerte zur Verfügung, und mehr als 100 Arzneimittelstudien zur Behandlung dieser Patienten sind gescheitert.
„Dieses Projekt wird es uns ermöglichen, kritische Erkrankungen auf Grundlage der zugrunde liegenden Immunologie neu zu definieren, den Verlauf vorherzusagen und die geeignete Behandlung zu identifizieren“, sagte Khatri.
Die Forschung wurde nach Angaben der Universität teilweise von ARPA-H finanziert. Die Ansichten und Schlussfolgerungen seien die der Autoren und sollten nicht als offizielle Politik der US-Regierung interpretiert werden.
