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Herzsignale aus Radardaten enthüllen Geschlecht und Alter

Herzsignale, die kontaktlos über Radar erfasst werden, können Geschlecht und Alter einer Person mit hoher Genauigkeit vorhersagen. Forscher der Carlos-III-Universität Madrid haben in einer neuen Studie gezeigt, dass maschinelles Lernen auf Basis solcher Signale eine Trefferquote von bis zu 78 Prozent beim Geschlecht und 73 Prozent bei der Einteilung in Altersgruppen erreicht. Die Ergebnisse werfen Fragen zum Datenschutz auf, da sensible persönliche Daten unbemerkt aus physiologischen Signalen abgeleitet werden könnten. Die Studie untersucht erstmals, ob demografische Merkmale wie Geschlecht und Alter implizit in Herzsignalen kodiert sind, die mittels Doppler-Radar gewonnen werden. Diese Technologie ermöglicht eine berührungslose Erfassung der Herzaktivität durch Analyse winziger Brustwandbewegungen, was Vorteile in Hygiene und Komfort bietet, aber auch Artefakte durch Bewegung oder Umwelteinflüsse birgt. Die Forscher wandelten die Rohsignale in Scalogramme um – eine Zeit-Frequenz-Darstellung – und trainierten ein Convolutional Neural Network (CNN) zur Klassifikation. Aufgrund… 

Vulnerabilität der Blockchain in der Labormedizin

Die Labormedizin steht vor enormen Herausforderungen, wenn es um die sichere Handhabung sensibler Patientendaten geht. In modernen Kliniken und Forschungseinrichtungen werden täglich Tausende von Laborergebnissen erzeugt – von Blutanalysen über genetische Sequenzierungen bis hin zu Pathologieberichten. Diese Daten sind nicht nur essenziell für Diagnosen und Therapien, sondern auch hochgradig wertvoll für Cyberkriminelle, da sie persönliche Gesundheitsinformationen enthalten, die auf dem Schwarzmarkt gehandelt werden können. Die Digitalisierung hat hier zu einer Explosion an elektronischen Gesundheitsakten geführt, doch zentralisierte Systeme sind anfällig für Ausfälle, Manipulationen und Angriffe. Blockchain-Technologie, die als dezentrales, unveränderliches Ledger-System konzipiert ist, verspricht Abhilfe: Sie ermöglicht die sichere Speicherung und den Austausch von Laborergebnissen über Netzwerke hinweg, ohne dass ein zentraler Anbieter die Kontrolle hat. Dennoch birgt diese Technologie in der Labormedizin erhebliche Vulnerabilitäten, die in aktueller Forschung zunehmend beleuchtet werden. Studien aus den Jahren 2023 bis 2025 zeigen,… 

Neuer Sensor erkennt spiegelbildliche Duftmoleküle in der Luft

Forscher der Hebräischen Universität Jerusalem haben einen neuartigen Gassensor entwickelt, der erstmals in der Lage ist, spiegelbildliche Varianten (chirale Formen) ein- und desselben Duftmoleküls zuverlässig auseinanderzuhalten – selbst bei extrem niedrigen Konzentrationen in der Luft. Das System basiert auf winzigen Kohlenstoff-Nanoröhrchen, die mit maßgeschneiderten zuckerbasierten Rezeptoren beschichtet werden. Diese Zuckerstrukturen bilden eine hochpräzise chemische „Erkennungsumgebung“, die selbst sehr schwach bindende flüchtige Verbindungen wie Terpene unterscheiden kann. Im Versuch erkannten die Sensoren klar die rechts- bzw. linksdrehenden Formen der Duftstoffe Limonen und Carvon, reagierten jedoch nicht auf die fast identischen chiralen Varianten des Terpens ?-Pinen. Besonders beeindruckend ist die Nachweisgrenze: Die (–)-Form von Limonen wurde bereits bei 1,5 parts per million (ppm) sicher detektiert – eine etwa zehnfach höhere Empfindlichkeit als bei vergleichbaren bisherigen Ansätzen. Die Funktionsweise wurde durch elektrische Messungen und aufwändige Computersimulationen (in Kooperation mit der TU Dresden und… 

Mehrlingsgeburten nach IVF in Deutschland erstmals unter zehn Prozent

Die Rate der Mehrlingsgeburten nach künstlicher Befruchtung ist in Deutschland erstmals unter die Marke von zehn Prozent gesunken. Das geht aus den aktuellen Daten des Deutschen IVF-Registers (D·I·R) für die Jahre 2023 und 2024 hervor, die am Samstag veröffentlicht wurden. Der Rückgang wird vor allem auf die zunehmende Anwendung des Single-Embryo-Transfers (SET) zurückgeführt, bei dem nur noch ein Embryo pro Behandlungszyklus übertragen wird. Im Jahr 2023 lag die Mehrlingsrate bei 9,3 Prozent aller Geburten nach assistierter Reproduktion – ein deutlicher Rückgang gegenüber 22 Prozent im Jahr 2017. Die absoluten Zahlen zeigen den Trend ebenso klar: Während 2017 noch 2.818 Mehrlingsgeburten registriert wurden, waren es 2023 nur noch 1.039. Damit entfallen mehr als 90 Prozent aller Geburten nach Kinderwunschbehandlung auf Einlinge, was das Risiko für Frühgeburten und gesundheitliche Komplikationen bei Mutter und Kind erheblich senkt. Insgesamt wurden 2024 rund 134.281 Behandlungszyklen… 

Campus Surveillance Reveals Early Rise of Dominant A(H3N2) Influenza Strain

Campus Surveillance Reveals Early Rise of Dominant A(H3N2) Influenza Strain

A new study to be published in iScience on December 19, 2025, demonstrates the power of campus-based genomic surveillance in predicting the emergence of a dominant influenza strain. Conducted by researchers at Arizona State University, the study analyzed 516 nasal swabs collected from the student health clinic during the 2022-2023 northern hemisphere influenza season, identifying 100 positive cases. The research revealed that the A(H3N2) subtype, particularly the 3C.2a1b.2a.2a.3a.1 clade, dominated on campus, contrasting with national trends where the 3C.2a1b.2a.2b clade prevailed. This early campus dominance of 3C.2a1b.2a.2a.3a.1 foreshadowed its rise as the dominant H3 clade nationally in the 2023-2024 and 2024-2025 seasons. The study suggests that introductions from North America and Europe supported local transmission, highlighting the role of university settings as early indicators of viral evolution. The team noted an earlier peak in campus cases in November 2022, four… 

Credits: LabNews Media LLC

New Frontiers in Pathogen Surveillance Through Sequencing Technologies

A pre-proof article published in aBIOTECH on November 29, 2025, highlights significant advancements in sequencing-based pathogen surveillance, offering hope for improved global health, food security, and ecological resilience. Authored by a team from the Agricultural Genomics Institute at Shenzhen, the study addresses the growing threat of infectious diseases in livestock, plants, and humans, emphasizing the limitations of traditional diagnostic methods. The research points out that conventional approaches, such as morphological observation and biochemical identification, are often slow and lack the sensitivity needed for timely detection. In contrast, high-throughput sequencing technologies, including multiplex PCR-based targeted sequencing, have emerged as powerful tools. These methods provide enhanced sensitivity, specificity, and cost-efficiency, making them ideal for detecting a wide range of pathogens. However, challenges like primer design issues, including dimerization and bias, remain hurdles to their effectiveness. The study explores innovative strategies to overcome… 

Breakthrough Study Explores RNA Modification Detection in Plants

Breakthrough Study Explores RNA Modification Detection in Plants

A recent pre-proof article published in aBIOTECH sheds new light on the detection of RNA modifications and their potential applications in plant science. Authored by a team of researchers from The Chinese University of Hong Kong and the Chinese Academy of Agricultural Sciences, the study addresses a critical gap in understanding how chemical changes in RNA molecules influence gene expression in plants. RNA modifications are recognized as key regulators of RNA processing, stability, and translation, playing significant roles in enhancing crop performance, stress resistance, and agricultural productivity. The research highlights that while these modifications have been extensively studied in mammals, their investigation in plants has been limited due to a lack of familiarity with advanced detection technologies. The study provides a comprehensive review of both traditional and cutting-edge methods used to detect RNA modifications. Traditional techniques, such as two-dimensional thin-layer… 

Kanada pumpt 5,2 Millionen Dollar in 23 kreative Exportfirmen

Die kanadische Regierung investiert 5,2 Millionen Dollar in 23 Unternehmen und Organisationen aus den kreativen Industrien, um deren Exportpotenzial zu stärken und neue internationale Märkte zu erschließen. Die Förderung im Rahmen des Creative Export Canada Program (Export-Ready Stream) wurde am 28. November 2025 in Toronto angekündigt und zielt auf Sektoren wie Mode, Musik, Verlage, interaktive Medien und audiovisuelle Produktionen ab. Die Mittel sollen Wachstum fördern, Exporteinnahmen generieren und den Zugang zu Märkten in Europa, Asien, den USA und dem Mittleren Osten erleichtern. Unter den Begünstigten sind zehn Unternehmen aus benachteiligten Gruppen. Die Förderung ist Teil eines dreijährigen Programms mit 33 Millionen Dollar Budget (2023–2026) und baut auf einer erfolgreichen Handelsmission nach Südkorea und Japan im Juni 2025 auf. Beispiele der Projekte: Seit 2018 hat das Programm über 64,6 Millionen Dollar in 166 Projekte investiert und Kanada als zweitbeste G20-Nation für… 

Influenza in Deutschland: Panik unangebracht

Influenza, umgangssprachlich Grippe genannt, ist eine hoch ansteckende Viruserkrankung der Atemwege, die jährlich in den Herbst- und Wintermonaten Wellen schlägt. Verursacht wird sie durch Influenzaviren der Typen A, B und seltener C. Typische Symptome umfassen plötzlichen hohen Fieber (über 38,5 °C), starke Muskelschmerzen, trockenen Husten, Halsschmerzen, Kopfschmerzen und starkes Krankheitsgefühl. Im Gegensatz zu einer gewöhnlichen Erkältung kann Influenza schnell schwer verlaufen, insbesondere bei Risikogruppen wie älteren Menschen, Kleinkindern, Schwangeren oder Personen mit Vorerkrankungen (z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder geschwächtes Immunsystem). Komplikationen wie Lungenentzündungen, Sinusitis oder eine Verschlimmerung chronischer Erkrankungen treten häufig auf und können zu Hospitalisierungen oder sogar Todesfällen führen. In Deutschland wird die Grippe durch das Robert Koch-Institut (RKI) und die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) engmaschig überwacht, um Ausbrüche frühzeitig zu erkennen. Epidemiologische Situation: Früher und intensiver Start der Saison Die Grippesaison 2025/2026 hat in Deutschland ungewöhnlich früh begonnen –… 

Bio-Linux für Bioinformatik und synthetische Biologie

Warum Bio-Linux in der Ära der Biotechnologie unverzichtbar ist In einer Zeit, in der die Grenzen zwischen Biologie, Informatik und Ingenieurwesen verschwimmen, wird die synthetische Biologie zu einem der dynamischsten Felder der Wissenschaft. Hier geht es um das bewusste Design und die Konstruktion neuer biologischer Systeme – von gentechnisch veränderten Organismen bis hin zu maßgeschneiderten Enzymen für industrielle Anwendungen. Doch um diese komplexen Prozesse zu modellieren, zu simulieren und zu analysieren, braucht es leistungsstarke Rechenwerkzeuge. Genau hier kommt Bio-Linux ins Spiel: Eine speziell auf Bioinformatik zugeschnittene Linux-Distribution, die Wissenschaftlern und Forschern einen fertigen, wartungsfreien Arbeitsplatz bietet. Bio-Linux, oft einfach als „BioLinux“ bezeichnet, ist keine Standard-Linux-Variante wie Ubuntu oder Fedora. Es handelt sich um eine erweiterte Ubuntu-Basis (aktuell Version 8.0.8 aus dem Jahr 2017, mit Updates bis 2025), die über 500 vorgefertigte Bioinformatik-Tools integriert. Entwickelt vom NERC Environmental Bioinformatics Centre und…