Blutwert SDMA: Wächter der Nierenfunktion
Symmetrisches Dimethylarginin (SDMA) ist ein kleines Molekül, das im Körper beim Abbau von methylierten Proteinen entsteht. Es wird fast ausschließlich über die Nieren ausgeschieden und ist strukturell ein Isomer des asymmetrischen Dimethylarginins (ADMA), das vor allem als Inhibitor der Stickoxid-Synthase bekannt ist und bei kardiovaskulären Erkrankungen eine Rolle spielt. Im Gegensatz zu ADMA hat SDMA keinen direkten Einfluss auf die Gefäßfunktion, sondern dient praktisch ausschließlich als Marker der glomerulären Filtrationsrate (GFR). Warum ist SDMA der Kreatinin- und Harnstoff-Bestimmung überlegen? Die klassischen Nierenparameter Kreatinin und Harnstoff haben erhebliche Einschränkungen: SDMA hingegen: Dadurch ermöglicht SDMA die Erkennung einer chronischen Nierenerkrankung (CKD) in einem Stadium, in dem noch echte therapeutische Chancen bestehen (IRIS-Stadium 1 und frühes Stadium 2). Klinische Bedeutung in der Human- und Veterinärmedizin HumanmedizinSeit etwa 2010 wird SDMA auch in der Humanmedizin intensiv erforscht und ist seit 2015 als Laborparameter kommerziell…










