Minimale Resterkrankung eröffnet neues Fenster in der Brustkrebsversorgung
Die Detektion minimaler Resterkrankung durch zirkulierende Tumor-DNA im Blut könnte die Nachsorge bei Brustkrebs revolutionieren. Ein Übersichtsartikel zeigt, dass ctDNA-basierte MRD-Tests Rückfallrisiken Monate früher erkennen als Bildgebung und neue Möglichkeiten für präzise, frühzeitige Interventionen eröffnen. Trotz therapeutischer Fortschritte bleibt Brustkrebs rezidivgefährdet, selbst bei scheinbar geheilten Frühstadien. Die Nachsorge basiert bisher auf Bildgebung und Serummarkern, die mikroskopische Resterkrankung nicht erfassen. Gewebebiopsien sind invasiv und nicht wiederholbar. Rückfälle werden oft erst bei manifesten Metastasen entdeckt. Liquid Biopsy mit ctDNA schließt diese Lücke durch nicht-invasive, wiederholbare Bluttests. Der Review in Cancer Biology & Medicine fasst klinische Evidenz, technologische Entwicklungen und biologische Erkenntnisse zusammen. Zwei Hauptstrategien stehen im Fokus: Tumor-informierte Assays analysieren das Primärtumorgewebe für personalisierte Tests mit höchster Sensitivität bis in den Parts-per-Million-Bereich. Sie ermöglichen Verlaufskontrolle und Resistenzdetektion. Tumor-agnostische Ansätze nutzen feste Gen- oder Methylierungspanels und bieten Standardisierung sowie breitere Zugänglichkeit bei etwas…

